Was Klima-Spezialist Bösch optimistisch stimmt

Lustenauer Unternehmen behauptet sich in Coronakrise und investiert zehn Millionen Euro in die Zukunft.
Lustenau Im Lockdown im Frühjahr hatte der Lustenauer Klimatechnikspezialist Bösch alle Hände voll zu tun. „Das war eine Herausforderung für uns“, sagt Geschäftsführer Robert Janschek im Gespräch mit den VN. Besonders deshalb, weil die Servicetechniker von Bösch in den Betrieben und Haushalten vor Ort sein müssen. „Wir mussten für die Techniker die entsprechende Ausstattung bereitstellen, mit den Behörden über Wege verhandeln, wie die Kunden begleitet werden können“, schildert Janschek die Lage. Die vorsorglich zur Kurzarbeit angemeldeten 650 Mitarbeiter waren aber nach zwei Monaten aufgrund der erfreulichen Auftragslage wieder im Normalbetrieb, der Lüftungs-, Heizungs- und Klima-Anbieter arbeitet, um in der Branchensprache zu bleiben, also wieder auf Betriebstemperatur.
„Investitionen in die Raumluft öffentlicher Gebäude wie in Deutschland wären auch bei uns vernünftig.“
Robert Janschek, GF Walter Bösch GmbH & Co KG
„Das Rekordergebnis des Jahres 2019, werden wir heuer nicht erreichen“, so der Firmenchef zu den Aussichten, doch es werde auch heuer ein gutes Ergebnis werden, ist er sicher. Im vergangenen Jahr betrug der Umsatz 105,5 Millionen Euro, ein Plus von über acht Prozent gegenüber 2018. Die gute Geschäftsentwicklung ist auch mit ein Grund, warum die Investitionen trotz Corona durchgezogen werden und heuer sogar 27 neue Mitarbeiter eingestellt wurden. In der Firmenzentrale in Lustenau werden derzeit die Produktion und die Logistik umgebaut und modernisiert, im nächsten Sommer sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dabei bleibt ein großer Teil der Investitionen im Land: Rund zehn Millionen Euro werden investiert – 60 Prozent der Aufträge gehen an Firmen in Vorarlberg, der restliche Betrag teilt sich auf Firmen in Österreich, Deutschland und der Schweiz auf.
Auch wenn Janschek optimistisch in die Zukunft schaut, sei ihm klar, dass es bei den gewerblichen Kunden, vor allem im Tourismus, Ende des Jahres bzw. im nächsten Frühjahr eine Investitionsbremse geben wird, doch das Unternehmen sei mit seinem drei Geschäftsfeldern breit aufgestellt. Die politischen Rahmenbedingungen mit dem „green deal“ der EU sowie dem Klimapaket und der Investitionsprämie der Bundesregierung, unterstützen das breit aufgestellte Sortiment, ist der Firmenchef überzeugt. Energieeffiziente Lösungen für raumlufttechnische Geräte, ein breites Spektrum an Wärmepumpen und Biomasseheizungen sowie sparsame Klimasplitgeräte liegen voll im Trend. Zudem seien die Gasheizzentralen von bösch „green gas ready“. Auch der hygienische Aspekt der sei in der derzeitigen Situation nicht zu unterschätzen, verweist er auf die raumlufttechnischen Geräte von Bösch.