Weniger verkaufte Wohnungen, aber steigende Preise

Markt / 30.09.2020 • 10:45 Uhr
In Vorarlberg zeigt sich ein rückläufiger Wohnungsmarkt mit dennoch steigenden Preisen. <span class="copyright">VN/Steurer</span>
In Vorarlberg zeigt sich ein rückläufiger Wohnungsmarkt mit dennoch steigenden Preisen. VN/Steurer

Wohnungen bleiben in Vorarlberg trotzdem weiter hoch im Kurs. Konstante Preise erst 2021 erwartet.

Schwarzach 1415 Eigentumswohnungen wechselten im ersten Halbjahr 2020 in Vorarlberg den Besitzer. Das sind um knapp vier Prozent weniger als im Vorjahr und knapp 10 Prozent weniger als im Rekordjahr 2018.

Wobei es in zwei Bezirken mehr Verkäufe gab als noch im Vorjahr. Höhere Verkaufszahlen verzeichneten die Bezirke Bregenz (516, +26) und Dornbirn (344, +10), während sie in Bludenz (213, -4) und Feldkirch (342, -89 ) ordentlich hinter dem Vorjahr hinterherhinken. Das sind die Ergebnisse des aktuellen Remax-Immobilienspiegels für das erste Halbjahr 2020.

Steigende Preise

Der Gesamtverkaufswert sank daher auch – um sieben auf 450 Millionen Euro – allerdings ist das trotzdem noch das bislang zweithöchste Ergebnis. Das deutet also auf steigende Preise hin. So ist es, denn 2020 hat der Durchschnittspreis einer Eigentumswohnung mit 303.401 Euro erstmals die 300.000er Schwelle überschritten. Bei den Preisen liegt der Bezirk Bregenz an erster Stelle. Mit durchschnittlich 322.538 Euro (+6,6 %) hat sich der Abstand zu den anderen Bezirken weiter vergrößert. Hier kostet sogar das billigste Viertel aller gehandelten Wohnungen bis zu 229.500 Euro.

Auch in Gesamtösterreich ist der Wohnungsmarkt zurückgegangen. 23.868 Wohnungskäufe (-4,0 %) wurden in den Grundbüchern registriert. Die Durchschnittspreise steigen dennoch um 4,4 Prozent an. Somit ging der Transaktionswert nur minimal von 5,66 auf 5,63 Milliarden Euro zurück.

Weiter hohe Nachfrage

„Der Eigentumswohnungsmarkt befindet sich, trotz des Rückganges, noch immer auf einem sehr hohen Niveau. Das knappe Angebot hat in vielen Regionen zu weiteren Preissteigerungen geführt. Bei Anlegern, aber auch bei Eigennutzern, stehen Wohnungen trotzdem weiter hoch im Kurs“, sagt Remax-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer. Die Auswirkungen von Covid19 auf den Wohnungsmarkt würden indes erst Ende des Jahres bzw. im ersten Halbjahr 2021 sichtbar und spürbar werden. „Wir erwarten für das erste Halbjahr 2021 ein steigendes Wohnungsangebot und weitestgehend konstante bzw. leicht rückläufige Preise.“