Tourismus: Ein Drittel weniger Ankünfte

Markt / 28.09.2020 • 19:21 Uhr
Tourismus: Ein Drittel weniger Ankünfte
Die Zwischenbilanz der heurigen Sommersaison liegt durch das Ausbleiben von Gästen im Mai und Juni weiterhin hinter den Vergleichszahlen von 2019. VN/ARCHIV

Minus von 25 Prozent bei Übernachtungen im Land. August mit einem Einbruch von “nur” 0,7 Prozent.

Bregenz Die Zwischenbilanz der heurigen Sommersaison in Vorarlbergs Hotels liegt durch das Ausbleiben der Gäste im Mai und im Juni weiterhin weit hinter den Vergleichszahlen vom Sommer 2019 zurück, nämlich um exakt 32 Prozent bei den Ankünften und um 25 Prozent bei den Übernachtungen.

Der August ließ die Hotellerie allerdings hoffen: In diesem Monat wurden 280.500 Gäste (-8,5 Prozent gegenüber August 2019) mit 1,08 Millionen Nächtigungen (-0,7 Prozent) gezählt. Wie man heute weiß, hält dieser Trend nach den Reisewarnungen nicht an, im Gegenteil: Nach den Stornierungen in den letzten Tagen bangen die Branche und alle, die am Tourismusgeschäft hängen, nun um die schon bald startende Wintersaison. Wie prekär die Lage ist, zeigt der Aufruf von Europas größter Reisevertriebsorganisation Quality Travel Alliance (QTA), die an die Österreicher appelliert, die anhaltende Pandemie weiterhin mit viel Disziplin zu bekämpfen, „damit Österreich als bedeutendes Winterreiseziel für Urlauber aus vielen europäischen Ländern nicht wegbricht“. QTA fordert auch die Reisebüros auf, sich laufend über die Entwicklung zu informieren, um verunsicherte Kunden bestmöglich beraten zu können. „Die Infektionszahlen sowie die deutsche Reisewarnung für Vorarlberg beeinflussen das Buchungsverhalten von Urlaubern für den Winter extrem negativ“, so Thomas Bösl, Sprecher der QTA.

In den Sommermonaten Juli und August profitierten vom Trend zum längeren Sommerurlaub die Destinationen Bregenzerwald, Montafon und Arlberg mit Steigerungen zwischen drei und sieben Prozent, während die Beherberger im Rheintal von der Absage der Bregenzer Festspiele betroffen waren. Bregenz mit seiner Lage am See schaffte trotzdem ein ausgeglichenes Ergebnis. Erfreulicher Aspekt: Besucher aus Österreich haben um ein Viertel mehr Nächtigungen gebucht.

Im Bundesländervergleich wurden laut Statistik Austria Wiens Beherberger besonders hart getroffen – mit einem Einbruch um 82 Prozent auf 1,2 Mill. Übernachtungen. Am glimpflichsten kam Kärnten mit minus 15 Prozent bei den Nächtigungen davon.