Deshalb ist die Hypo Vorarlberg mit halbiertem Gewinn zufrieden

In der Hypo-Vorarlberg-Zentrale in Bregenz ist man ob der Rahmenbedingungen im ersten Halbjahr auch mit dem halbierten Gewinn "insgesamt zufrieden". FA
Halbjahres-Ergebnis der Hypo Vorarlberg wurde durch Coronakrise halbiert.
Bregenz Die Hypo Vorarlberg Bank AG hat im ersten Halbjahr 2020 infolge der Corona-Pandemie eine Halbierung des Vor-Steuer-Ergebnisses auf 22,4 Mill. Euro (2019: 44,8 Mill. Euro, minus 49,9 Prozent) hinnehmen müssen. Nach Abzug der Steuern resultierte ein Ergebnis von 16,4 Mill. Euro (2019: 36,8 Mill.; minus 55,4 Prozent). Der Vorstand bezeichnete das Halbjahresergebnis dennoch als „insgesamt zufriedenstellend“.
„Da ist uns durchaus etwas Beachtliches gelungen, indem wir deutlich in der Gewinnzone geblieben sind.“
Michel Haller, Vorstandsvorsitzender Hypo Vorarlberg Bank
Die wirtschaftlichen Folgen der Covi-19-Pandemie hätten sich „erwartungsgemäß nachteilig“ auf das Geschäftsergebnis ausgewirkt. Zum Stichtag 30. Juni habe die Hypo Vorarlberg – im Sinne unbürokratischer Unterstützungsmaßnahmen – Stundungen mit einem Gesamtvolumen von 700 Mill. Euro durchgeführt. Das Volumen der Covid19-induzierten Finanzierungen (Neufinanzierungen und Überbrückungen) wurde von der Bank mit 300 Mill. Euro beziffert.
Bei der Bilanzsumme gab es ein Plus von 8,2 Prozent auf 15,1 Mrd. Euro. Die Darlehen an Institute wuchsen um 35 Prozent auf 157,6 Mill. Euro an, die Darlehen und Kredite an Kunden um 1,6 Prozent auf 10,2 Mrd. Euro. Im Ausblick auf das restliche Jahr geht die Hypo davon aus, dass die Bewältigung der Folgen der Covid19-Pandemie weiter prägend sein werden.