Für Zumtobel ging sich noch ein kleiner Gewinn aus

Lichtkonzern schließt erstes Quartal trotz hohem Rückgang mit schwarzen Zahlen.
Dornbirn Die Zahlen des unter Einfluss der Coronakrise stehende erste Quartal der Zumtobel Group (Mai bis Juli) zeugen für Vorstandschef Alfred Felder von einer gewissen Robustheit des Lichtkonzerns. Zwar wurden bei den wichtigsten Kennzahlen Rückgänge verzeichnet, aber dass man am Ende dennoch schwarze Zahlen schrieb, sei bei weitem keine Selbstverständlichkeit.
Konkret sank der Umsatz im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2020/21 um 15,4 Prozent auf 250,8 Millionen Euro.
Rückgänge gab es im Leuchten- sowie im Komponentensegment. Wobei bei den Komponenten viele Kunden noch zu Beginn des Lockdown ihre Vorräte aufgestockt hatten, was sich somit im ersten Quartal negativ auf den Umsatz auswirkte. Betrachtet man die Länder, sieht man, dass die Umsätze in der DACH-Region nur einstellig zurückgingen. Währenddessen waren andere Kernmärkte wie Italien, Großbritannien und Frankreich stärker betroffen.
Das operative Ergebnis (bereinigtes Gruppen-EBIT) sank von 15,8 auf 9,1 Millionen Euro (-42,6%). Unterm Strich blieb ein Gewinn von 3,1 Millionen Euro, auch wenn das im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres einem Rückgang von gut 71 Prozent entspricht.
Für Felder sind die Zahlen das Resultat eines effektiven Krisen- und Kostenmanagements. Konkret wurden in den Bereichen Vertrieb und Verwaltung eingespart. Hier gingen die Kosten im ersten Quartal um 10,3 Millionen auf 71,1 Millionen Euro zurück.
Nun will man bei Zumtobel wieder an die positive Entwicklung vor dem Ausbruch der Covid19-Pandemie anzuknüpfen. Dafür arbeite man an der Entwicklung innovativer Lichtlösungen sowie der Erschließung neuer Märkte. Wie weitreichend und langwierig der weltweite Konjunktureinbruch sein wird, ist derzeit indes auch für das Zumtobel-Management schwer abschätzbar. Von einem Ausblick für das Geschäftsjahr 2020/21 hinsichtlich Umsatz- und Ergebnisentwicklung sieht Alfred Felder deshalb ab.