Warum Pfanner “derzeit nur auf Sicht fährt”

Markt / 30.07.2020 • 21:30 Uhr
Warum Pfanner "derzeit nur auf Sicht fährt"
Besonders im deutschen Lebensmitteleinzelhandel konnte Pfanner mit seinen Produkten punkten, deshalb hält sich der Rückgang insgesamt in Grenzen.  FA

Getränkehersteller bislang nur mit moderaten Rückgängen.

Lauterach Der Getränkehersteller Pfanner ist bislang vergleichsweise glimpflich durch die Coronakrise gekommen. Wie Pfanner Holding-Vorstand Peter Pfanner erklärt, stehe in den ersten sieben Monaten 2020 ein mengenmäßiger Absatzrückgang von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr in den Büchern. “Eigentlich hatten wir zu Jahresbeginn mit einem Plus in dieser Größenordnung gerechnet.”

Verantwortlich für das angesichts der Begleitumstände eher moderate Minus sei vermutlich die sehr breite Aufstellung des Getränkeherstellers. So kommt Pfanner auf einen Exportanteil von 83 Prozent. Zudem beliefert Pfanner sowohl den Lebensmittelhandel als auch die Gastronomie und nutzt weitere Vertriebskanäle. “Dazu kommt das breite Produktspektrum von Fruchtsäften und Eistees bis hin zu Konzentraten und Wein.”

Dementsprechend haben sich auch die Absatzzahlen völlig unterschiedlich entwickelt. “Wir machen mit der Gastronomie rund 20 Prozent unseres Volumens. Und hier sind die Mengen in Österreich und Italien um gut 50 Prozent eingebrochen.” Auf der anderen Seite sei Deutschland der wichtigste Exportmarkt für Pfanner und dort habe man von einer guten Entwicklung im Einzelhandel profitiert.  Andererseits dürfe diese Entwicklung nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Unternehmen derzeit “weiterhin nur auf Sicht” fahre.

Die Pfanner Holding hat 2019 einen Umsatz von 295 Millionen Euro erzielt. Rund 900 Mitarbeiter werden beschäftigt.