Neue Wege im Tourismus: „Zäm“ Mehrwert in der Region aufzeigen

Bodensee-Vorarlberg Tourismus zeigt mit Plattform #zäm, wie Tourismus und andere Branchen den Lebensraum bereichern.
Bregenz Das Rheintal wird gemeinhin von der Vorarlberger Bevölkerung nicht gemeint, wenn man von Tourismus-Regionen spricht. Zu Unrecht, denn die Region Bodensee-Rheintal hat weit mehr zu bieten, als zusammenwachsende Gemeinden und die meisten Arbeitsplätze in Vorarlberg. Sie ist – auch für Einheimische – eine Region, die es zu entdecken gilt.
Vielfältige Destination
Die Tourismusregion Bodensee-Vorarlberg umfasst 32 Gemeinden im Rheintal, Leiblachtal, im vorderen Laternsertal und vorderen Walgau sowie im Samina- und Gamperdonatal. Im Tourismusjahr 2018/19 wurden 1,46 Millionen Nächtigungen gezählt, darunter viele Kulturtouristen, Busisnessreisende, aber auch Gäste aus der unmittelbaren Region, die mit dem Laternsertal, dem Saminatal und dem Gamperdonatal auch einige der schönsten alpinen Regionen in Österreich zum Ausspannen und Auftanken gewählt haben.
„Der Gast reist heute bewusster, da können wir als Destination viel bieten.“
Urs Treuthardt, Geschäftsführer Bodensee-Vorarlberg Tourismus
Ein Potenzial, das es für alle Reisenden, aber speziell auch für die Vorarlberger noch zu heben gilt. Deshalb hat die Tourismusdestination Bodensee-Vorarlberg schon im vergangenen Jahr eine Aktion ins Leben gerufen, die nun wie gerufen kommt. „#zäm“ nennt sie sich und soll auch den Vorarlbergern Lust auf Entdeckungen machen, wie der Geschäftsführer des Bodensee-Vorarlberg-Tourismus, der Schweizer Urs Treuthardt, im Gespräch mit den VN informiert.
Den Ausfall der Bregenzer Festspiele könne man nicht kompensieren, spricht er die Voraussetzungen für diesen Sommer an, aber dennoch sei er optimistisch. Immerhin 45 Prozent der Gäste, so der Tourismusprofi, kommen trotzdem in die Destination, „man macht dort Urlaub, wo man sich auskennt“. Außerdem seien die Betriebe sehr gut aufgestellt. Er erlebe, dass es einen Trend zum bewussten Reisen gibt, auch ein Reisen, das auf Ziele setzt, die näher sind. Das gelte auch für die Gäste aus den Hauptherkunfstländern Schweiz und Deutschland. Für sie und, wie Treuthardt betont, die Vorarlberger Gäste und die Bevölkerung habe man sich überlegt, was die Vorarlberger Gastgeber und Partner in der Region Bodensee-Vorarlberg „#zäm“ Besonderes bieten können.
Erlebnisse vor der Haustüre
Herausgekommen ist ein ganzes Bündel an Erlebnissen vor der Haustüre, die teils von den Hotels direkt vermarktet werden, wie etwa ornitholigische Erkundungen im Rheindelta verbunden mit einem Aufenthalt im gehobenen Hotel in Hard, die Nobelversion des Campingurlaubs, von Fans „Clamping“ genannt, in architekturpreisgewürdigten Unterkünften in Nenzing, Kunst und Kultur im Hotel oder Besuche bei Lebensmittelproduzenten, verbunden mit dem Genuss der Produkte.
„Wir zeigen damit auch auf, wie wichtig die touristische Infrastruktur, die Angebote der Branche und ihre innovativen Vertreter für die Lebensqualität der Bevölkerung vor Ort sind“, sagt der Schweizer Tourismusprofi, der seit Jahren Bregenz nicht nur zum Arbeits-, sondern auch zum Wohnort gewählt hat, denn nicht immer und nicht bei allen sei die Tourismusbranche positiv besetzt. Zu Unrecht, wie die Beispiele zeigen sollen, die klar machen, wie die verschiedenen Branchen von der Zusammenarbeit profitieren und sich ergänzen.
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