Markt für Einfamilienhäuser schrumpft, Preise 2019 weiter gestiegen

Markt / 06.05.2020 • 17:00 Uhr
Markt für Einfamilienhäuser schrumpft, Preise 2019 weiter gestiegen
Die Preise für Einfamilienhäuser in Vorarlberg sind weiter nach oben gegangen. Wobei das Angebot immer kleiner wird. LEDWINKA

Einfamilienhäuser sind nur in Salzburg und Wien noch teurer als in Vorarlberg.</strong>

Schwarzach Der Vorarlberger Einfamilienhausmarkt war schon stärker als im vergangenen Jahr: Im Rekordjahr 2015 wurden 519 Häuser gehandelt, 2018 nur 497 und 2019 waren es 424. Damit ist die Menge zum Vorjahr um 14,7 Prozent zurückgegangen. Doch dem drittschwächsten Mengenresultat seit 2009 steht der zweithöchste Gesamtverkaufswert, nämlich 205 Millionen Euro, gegenüber. Nur 2018 war er noch höher. Das war im vergangenen Jahr in erster Linie auf Preissteigerungen zurückzuführen. Ein Plus von 6,1 Prozent schlägt sich mit fast 27.000 Euro zu Buche, denn der durchschnittliche Einfamilienhauspreis im Ländle klettert auf einen neuen Spitzenwert, nämlich auf 467.590 Euro. Darüber liegen nur mehr Salzburg und Wien.

Bregenz verzeichnet mit 110 Einfamilienhauskäufen um 23 weniger als 2018, die niedrigste Verkaufszahl, seit der Immobilienhändler RE/MAX den ImmoSpiegel 2009 erstmals veröffentlichte. Feldkirch kommt auf 120, das sind 24 weniger als zuletzt, Bludenz auf 82. Das waren 27 Einfamilienhäuser weniger im Verkauf gegenüber 2018. Einzig Dornbirn verzeichnet mehr Objekte, die verkauft wurden: Zwar nur das viertbeste Ergebnis in seiner Historie, aber mit 112 Verkäufen um einen mehr als 2018.

Neue Höhenflüge

Bei den Preisen ist im Jahr 2019 dagegen von Rückgängen keine Spur. Alle vier Bezirke warten mit neuen Höchstpreisen auf: Bludenz mit 399.972 Euro, Feldkirch mit 465.567 Euro, Bregenz mit 471.017 Euro und Dornbirn mit einem Durchschnittspreis von 522.178 Euro. So landet Dornbirn den RE/MAX-Experten zufolge im Durchschnittspreis-Ranking der Bezirke außerhalb Wiens auf Rang fünf hinter Kitzbühel, den Landeshauptstädten Innsbruck und Salzburg und dem Bezirk Zell/See. Bregenz kommt auf Rang acht, Feldkirch auf neun und Bludenz noch immer auf Rang 14.

Der Eintritt in sogenannte Luxus-Wohnsegment kostete 2019 im Ländle-Durchschnitt mindestens 595.000 Euro. Bludenz mit 505.000 Euro und Bregenz mit 578.750 Euro geben es nach der RE/MAX-Analyse zwar billiger, aber Feldkirch mit 602.250 Euro und insbesondere Dornbirn mit 636.500 Euro stellen neue Maßstäbe auf.

Im Fünfjahresvergleich ergeben die Preis- und Wertsteigerungen für Vorarlberg ein Plus von sagenhaften 63,1 Prozent, das ist mit einem Zehntelprozent Abweichung das Doppelte vom gesamten Bundesgebiet. Im Zehnjahresvergleich kommt Vorarlberg auf mehr als eine Preisverdopplung, nämlich ein Plus von 111,5 Prozent, das sind um 30 Prozentpunkte mehr als beim Nachbarn Tirol.

EFH-Markt in Vorarlberg

Dynamikvergleich der Vorarlberger Bezirke bei Einfamilienhäusern 2019 zu 2018

 

Verkäufe Preise

Vorarlberg -14,7 % +6,1 %

Bludenz -24,8 % +11,2 %

Bregenz -17,3 % +3,2 %

Dornbirn +0,9 % +9,3 %

Feldkirch -16,7 % +1,0 %

Quelle: Re/Max Immospiegel