Fast 50 Prozent der Firmen von Auswirkungen des Coronavirus betroffen

Land und Wirtschaftskammer unterstützen die Betriebe mit Beratung und bei Maßnahmen.
Bregenz In Branchen wie dem Messebau oder bei den Busunternehmen betrage die Ausfallsrate gut 100 Prozent, berichtet Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler am Donnerstag bei der Information zu Maßnahmen gegen die Auswirkungen der Pandemie, deren Höhepunkt erst erwartet wird.
Wirtschaftskammer und Land richteten ein “Betroffenheitstool” ein, das bisher von rund 700 Firmen genutzt wurde. Am höchsten getroffen haben die Maßnahmen bislang den Tourismus mit 80 Prozent der Betriebe. Doch auch die Industrie meldet 79,31 Prozent. Bei den Industriebetrieben sind es vor allem die Lieferketten die zunehmend an Grenzen im wortwörtlichen Sinn stoßen. Am wenigsten Auswirkungen gibt es mit 33,62 Prozent in Gewerbe und Handwerk. “Doch das kann sich schon in einer Stunde ändern”, sagt Wirtschaftslandesrat Marco Tittler, der in den vergangenen Tagen bereits mehrmals mit den Sozialpartnern sowie den Wirtschaftsreferenten der anderen Bundesländer und der Bundesregierung in Verbindung stand und weiterhin steht.
Ganz wichtig sei, dass auch die Banken mit im Boot sitzen, betont er, denn nun ginge es auch darum, dass die Firmen finanziell handlungsfähig bleiben. Die Wirtschaftskammer bietet Betrieben in Not ein Beratungspaket an, bei dem Sofortmaßnahmen beschlossen werden, so Metzler. Und bei akuten Notlagen gebe es auch Soforthilfe. Am Infopoint der Kammer (05522/305 7755 oder info-corona@wkv.at) werden alle entsprechenden Fragen beantworten. Auch für mögliche Kurzarbeit seien die Weichen mit dem AMS gestellt. “Noch aber gibt es nur Abklärungen, konkrete Wünsche gibt es noch nicht”, so Tittler.
Dies seien die ersten Maßnahmen, die man je nach Entwicklung noch verstärke, sagt Metzler, der darauf hinwies, dass man in dieser Ausnahmesituation froh sei über die gute Zusammenarbeit sowohl auf betrieblicher Basis als auch unter den Sozialpartnern. “Jetzt müssen wir alle zusammenstehen”, ruft er auf. Und erwähnt auch, dass alle Betriebe zuerst auf die Gesundheit der Mitarbeiter achten mit verschiedenen Maßnahmen in den Unternehmen selbst.