Kloster Gwiggens Bio-Offensive

Markt / 11.03.2020 • 22:00 Uhr
Kloster Gwiggens Bio-Offensive
Ab 1. April werden die neuen Pächter der Mariastern-Gwiggen-Flächen auf Biolandwirtschaft umstellen. FA

Kloster Gwiggen wird gesamte Landwirtschaftsflächen auf bio umstellen.

Hohenweiler Im Jahr 2012 sorgte der Plan des Bregenzer Bauunternehmers Hubert Rhomberg nicht nur in der Vorarlberger Landwirtschaft für Aufsehen und Unruhe. Er pachtete 4,5 Hektar landwirtschaftliche Flächen vom Zisterzienserinnenkloster Mariastern-Gwiggen, um seine Vorstellungen von Biolandwirtschaft zu verwirklichen. Seine Pläne hat er inzwischen etwas zurückgeschraubt, doch er wird auch weiterhin in Gwiggen aktiv sein, versichert der Bauunternehmer. Biologisch wirtschaften auch die Zisterzienserinnen selbst, doch auf dem weitaus größten Teil der landwirtschaftlichen Flächen ist dies bislang nicht der Fall.

Das soll nun anders werden. Äbtissin M. Hildegard Brem teilte mit, dass ab 1. April der Großteil der landwirtschaftlichen Fläche des Klosters Mariastern-Gwiggen, das sind rund 20 Hektar, neu verpachtet und gleichzeitig auf biologische Bewirtschaft umgestellt wird. Pächter sind drei Bioheumilchbauern aus Hohenweiler. Vorarlberg hat biomäßig Luft nach oben. Mit einem Anteil von nur 18,3 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen ist das Land österreichweit Schlusslicht.