Diese Folgen befürchtet der heimische Tourismus

Markt / 10.03.2020 • 17:40 Uhr
Diese Folgen befürchtet der heimische Tourismus
In den Tourismusregionen des Landes kommt es zunehmend zu Stornierungen. VN/BERCHTOLD

Große Einbußen bei Geschäftsreisen, Stornos auch in anderen Bereichen.

Schwarzach Der Coronavirus bereitet Touristikern immer mehr Sorgen. Mit dem strengen Maßnahmenpaket, das von der Bundesregierung heute erlassen wurde, spitzt sich die Lage weiter zu. Christian Schützinger, Geschäftsführer von Vorarlberg Tourismus, über die aktuelle Lage: „Der Geschäftsreisebereich hatte bereits in den letzten Wochen große Einbußen zu verzeichnen, das wird sich nun nochmals verstärken. Viele Firmen sagen ihre Meetings ab, Geschäftsreisen werden verschoben oder storniert. Die betroffenen Unternehmen schätzen die Einbußen auf derzeit 60 bis 80 Prozent. Die Veranstaltungsbranche kommt nun natürlich gänzlich zum Erliegen. Hier gab es zuvor schon viele Absagen von Kongressen und ähnlichen Veranstaltungen. Schwer abzuschätzen ist die Entwicklung bei Urlaubsreisen: Auch hier gab es Stornos von Urlaubern, umgekehrt aber auch neue Anfragen von Gästen, die ihren Urlaub nun lieber im Nahbereich verbringen wollen. Es wird vom angekündigten Erlass abhängen, ob und in welchem Umfang das Urlaubs- und Freizeitangebot aufrecht erhalten werden kann – ob beispielsweise Livemusik auf einer Skihütte bereits als Veranstaltung zählt. Dazu können wir sicher in den nächsten Tagen eine genauere Einschätzung geben. Dann wird vermutlich auch das weitere Buchungsverhalten der Gäste etwas besser abschätzbar sein.“