Vorarlberger Firma für Insektengitter expandiert in Frastanz

ISN Insektenschutz Nesensohn baut in Frastanz neuen Firmensitz und schafft weitere Arbeitsplätze.
Rankweil, Frastanz Im Jahr 1994 gründete Günther Nesensohn in Laterns einen Fachbetrieb, der Fenster, Türen und Wintergärten herstellte und montierte. Für einen soliden Handwerker durchaus ein gutes Geschäft, doch der Mitbewerb ist in Vorarlberg groß. Doch es gab Nischen und es zeigt das Unternehmen von Nesensohn, dass er Chancen, die sich bieten, erkennt und sie auch nutzt. Ein solche Chance war die Produktion von Insektenschutz. Ein Thema, das in den vergangenen Jahren an Brisanz gewonnen hat. Der Klimawandel begünstigt die Population der zwar nützlichen, aber auch lästigen kleinen Tierchen.
Produktion in Laterns
Im Jahre 2000 kam die Laternser Firma zum ersten Mal in Kontakt mit dem heutigen Geschäft Insektenschutz. Der Betrieb nahm Insektenschutzgitter in sein Programm auf. Im Jahr 2003 entschloss sich die Führung des Laternser Familienunternehmens, auf 80 Quadratmetern im Wohnort Laterns eine eigene Produktion für Insektenschutzgitter zu beginnen. Geplant war ursprünglich, 1000 Elemente pro Jahr zu fertigen. Ein Ziel, das bald übertroffen war.
Bereits 2006 stand aus Platzgründen eine Übersiedlung nach Rankweil an, wo die Firma ISN Insektenschutz Nesensohn GmbH bis heute ihren Sitz hat. Gestartet wurde dort mit fünf Mitarbeitern. Ab 2016 begann erneut die Suche nach einem neuen Standort, denn die Produktion mit 15 Mitarbeitern, die 2012 schon einmal verdreifacht wurde, platzte aus allen Nähten. Im Jahr 2016 begab man sich auf die Suche nach einem geeigneten Standort und die zog sich, wie Bernd Nesensohn, im Familienunternehmen für Marketing und Vertrieb zuständig, gegenüber den VN schildert: “Durch die aktuelle Wirtschaftslage und den Bauboom in Vorarlberg gestaltete sich die Suche schwieriger als gedacht.”
„Durch die gute Wirtschaftslage und den Bauboom gestaltete sich die Suche schwierig.“
Bernd Nesensohn , ISN Insektenschutz Nesensohn
Bis zum vergangenen Jahr: Im Herbst 2019 wurde nicht nur die erste Auslandsniederlassung in Widnau gegründet, sondern es fanden auch die ersten Gespräche mit der Gemeinde Frastanz statt. Bürgermeister Walter Gohm sowie die Gemeindevertretung standen den Wünschen der Nesensohns von Anfang an positiv gegenüber. “Nur drei Monaten nach dem Erstgespräch wurde unser Ansuchen nach einem Gewerbegrundstück einstimmig angenommen.” Nun wird der Erzeuger von Insektenschutzgittern und Lichtschachtabdeckungen auf einem Grundstück am Wiesenfeldweg mit einer Fläche von über 4500 Quadratmetern bauen. Eine Aufstockung der aktuellen 20 Mitarbeitern auf über 30 Arbeitskräfte ist damit gewährleistet.
Aktuell laufe der interne Architekturwettbewerb, so Nesensohn. Geplant ist der Baubeginn im Winter 2020/21. Der Betrieb in Frastanz soll im Jänner 2022 starten. Derzeit produziert ISN rund 17.000 Fliegengitter im Jahr, Tendenz steigend. Kunden des bald in Frastanz beheimateten Unternehmens sind sowohl Gewerbebetriebe, die die Schutzgitter weitervertreiben, Kunden aus der Wirtschaft zum Schutz der eigenen Gebäude und private Hausbesitzer.