Liebherr Nenzing baute 2019 Umsatz aus: Pionier für elektrische Baumaschinen

Liebherr Nenzing steigerte 2019 trotz schwieriger Bedingungen Umsatz um fünf Prozent.
Nenzing Nach der Neuordnung im Liebherr-Reich hat sich in den vergangenen Jahren auch der Umsatz von Liebherr Nenzing mit der Konzentration auf Baumaschinen verändert. Nach der Umstrukturierung, die niedrigere Umsatzzahlen mit sich brachte, steigt nun der Umsatz wieder, wie das Unternehmen, das in Nenzing rund 1600 Mitarbeiter beschäftigt, meldet: „Die Liebherr-Werk Nenzing GmbH bilanziert das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 positiv“, so Sprecher Wolfgang Pfister. 455,4 Millionen Euro beträgt der Jahresumsatz 2020, mit einzelnen Umsätzen der maritimen Sparte, die noch über Nezing abgewickelt wurden sind es 483,8 Millionen Euro.
Schwierige Bedingungen
Mit der Einführung alternativer Antriebskonzepte sowie dem Ausbau von digitalen Lösungen sei die Entwicklung zum Systempartner und Dienstleister auf gutem Weg. Das Liebherr-Werk in Nenzing ist inzwischen auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Baumaschinen spezialisiert. Dazu gehören Seilbagger, Raupenkrane sowie Ramm- und Bohrgeräte. Mit diesen Produktgruppen ist Liebherr weltweit in den Märkten Umschlag, Heben und Spezialtiefbau tätig.
Erreicht werden konnte die Umsatzsteigerung trotz teilweise schwieriger Rahmenbedingungen in einzelnen Bereichen. Besonders begehrt waren Seilbagger und Spezialtiefbaugeräte, die überdurchschnittliche Absätze erzielten. Raupenkrane stellten nach wie vor das umsatzstärkste Segment dar. Pfister: „Diese Entwicklung ist insofern auffällig, da wichtige Kernmärkte wie Russland, Türkei oder Hongkong nach wie vor eine schwache Performance aufweisen.“
Und auch für das laufende Geschäftsjahr schaut man in Nenzing optimistisch in die Zukunft trotz der Verwerfungen, etwa durch den Corona Virus, der wichtige Märkte blockiert. Der aktuelle Auftragsbestand sei „erfreulich“. Besonders in den letzten vier Monaten gingen viele Aufträge ein. Europa ist auch in 2019 der größte Abnehmer für Baumaschinen. Der Markt Nordamerika bleibe jedoch strategisch weiterhin enorm wichtig, speziell im Marktsegment Raupenkrane. Dies zeigt sich auch an den aktuellen Auftragseingängen. Die Absätze in Asien sind im langjährigen Trend leicht rückläufig, was in erster Linie an den anhaltenden politischen Unsicherheiten in der Region liege, heißt es seitens Liebherr Nenzing.
Unplugged auf der Baustelle
Im letzten Geschäftsjahr wurde das „LB 16 unplugged“ präsentiert – das weltweit erste Großdrehbohrgerät, das mit Akku betrieben wird. Durch „Local Zero Emission“ erschließe das Gerät neue Einsatzmöglichkeiten. Seine Premiere auf der Baustelle hatte „LB 16 unplugged“ bereits wenige Wochen nach Markteinführung auf der ersten Baustelle beim Ausbau der Anschlussstelle der A-14 Autobahnn Bludenz-Bürs. Gelungen ist den Nenzingern auch der Sprung in die digitale Welt. Diese Geschäfte werden unter dem Schlagwort DiSC (Digital Solutions & Consulting) zusammengefasst.