Ein vertikaler Wald für Göttingen

Vorarlberger Projektentwickler realisiert in Universitätsstadt Göttingen neue Quartiere.
Göttingen, Feldkirch Vorarlberger Projektentwickler genießen in ganz Österreich und in den angrenzenden Bodensee-Regionen höchstes Ansehen ob ihrer Expertise in der Quartiersentwicklung. Zahlreiche Gebäude oder eben ganze Quartiere zeugen von dieser Wertschätzung. Doch das Know-how findet auch weiter entfernt Anerkennung. Etwa in der deutschen Universitätsstadt Göttingen, knapp 600 Kilometer von Vorarlberg entfernt.
Metzlers Handschrift
Dort hat die EBR Projektentwicklung GmbH seither das Gesicht der Stadt verändert und wird weiterhin eine gewichtige Rolle in der Göttinger Stadtentwicklung spielen, denn gerade gab es grünes Licht für ein neues Innovationszentrum, das auf einer 32 Hektar großen Brache in den nächsten Jahren hochgezogen wird. Gegründet wurde das Unternehmen im Mai 2012 als Projekt- und Quartiersentwickler im Sinne einer ganzheitlichen Stadtentwicklung. Initiator ist Hermann Metzler, der Hauptgesellschafter, der auch hierzulande einer der Pioniere in dieser Branche ist. Er hat seine Handschrift bereits beim Vorarlberger Wirtschaftspark hinterlassen, der Götzner Garnmarkt, dessen Entwicklung für ihn besonders hohen Stellenwert hatte, gilt europaweit als Vorzeigeprojekt einer innenstädtischen Quartiersentwicklung. Die Unternehmensphilosophie Metzlers setzt Borzou Rafie Elizei auf dem norddeutschen Markt um. Der studierte Wirtschaftsjurist hat sich als Quereinsteiger in der Immobilienbranche etabliert. „Unsere Stärken liegen in der Realisierung und dem Management zukunftsweisender Immobilienprojekte in der Wirtschaftsregion Göttingen, Hannover, Kassel, Wolfsburg und Braunschweig. Dabei steht die Nachhaltigkeit unserer Projekte im Vordergrund“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Elizei, der auch bereits in Hamburg und Berlin weitere Vorhaben projektiert.
Das neueste EBR-Projekt in Göttingen ist das künftige Innovationsquartier Herbert-Quandt-Straße. Auf einer rund 32.000 Quadratmeter großen Brachfläche – das ist fast viermal so groß wie die Fläche für die Bregenzer Seestadt – wird innerhalb einer stufenweise geplanten Gesamtentwicklung ein Technologie- und Wirtschaftspark entstehen. Aktuell arbeitet die EBR mit dem Architekturbüro schneider+schumacher am Masterplan und der ersten Bauphase des Quartiers. Geplant ist auch eine Deutschland-Premiere, nämlich die Realisierung eines Bosco Verticale (der „senkrechte Wald“), geplant vom italienischen Architekturbüro Stefano Boeri Architetti. Ein „Bosco Verticale“ ist Sauerstoffproduzent, Schmutz- und Lärmfänger oder auch Lebensraum für eine Vielzahl an Vogel- und Insektenarten.
EBR-Projekte realisiert
Wirtschaftspark auf 17.000 m² für inzwischen 14 Unternehmen mit über 300 Mitarbeitern Groner Tor (20.000 m²) am Innenstadt-Entree in drei Baustufen: Designhotel FREIgeist, Sparkassen-Hauptzentrale, Umbau der Zoologie zum Wissenschaftsmuseum (2020)