Wie zukunftsfit sind Vorarlbergs Bezirke?

Markt / 19.04.2019 • 20:30 Uhr
Wie zukunftsfit sind Vorarlbergs Bezirke?
Der Bezirk Feldkirch hat Potenzial bei Unternehmensdichte und Gründungsintensität. VN

Vorarlbergs Bezirke punkten vor allem mit der Demografie. Aber nur Bludenz schafft es in die Top 20.

Wien Wie zukunftsfähig sind die österreichischen Bezirke? Dieser Frage ist Pöchhacker Innovation Consulting bereits zum zweiten Mal nachgegangen. Untersucht wurden die 94 Bezirke auf Basis von insgesamt 38 Indikatoren in den Bereichen Demografie, Arbeitsmarkt, Wirtschaft/Innovation und Lebensqualität.

Eines vorneweg: Krems an der Donau (Stadt) liegt in der Gesamtwertung auch heuer wieder unangefochten auf Platz eins. Der Bezirk weist unter allen anderen die höchste Dynamik bei Demografie und Lebensqualität auf. Bludenz schaffte es im vergangenen Jahr noch auf Platz zwei aller österreichischen Bezirke. Heuer ging sich das allerdings nicht mehr aus. Platz 2 sicherte sich nun Graz-Umgebung aufgrund der sehr guten Werte bei den Wirtschafts- und Arbeitsmarktkennzahlen. Dahinter folgt der Bezirk Kufstein aufgrund der starken Entwicklung bei Arbeitsmarkt und Lebensqualität. Und wo liegen die Vorarlberger Bezirke?

Zwölf statt zwei

Statt Platz zwei schaffte es der Bezirk Bludenz heuer im Gesamtranking nur auf Platz zwölf. Ansonsten findet sich keiner der Vorarlberger Bezirke auf den ganz vorderen Rängen. Feldkirch rutschte von Platz 21 im Vorjahr auf 26, Dornbirn von Platz 16 auf Platz 35. und Bregenz von 41 auf 51. Damit erreicht Vorarlberg zumindest mit drei der vier Bezirke Platzierungen im vorderen Feld des österreichweiten Vergleichs, aber nur mit Bludenz eine Top-20-Platzierung.

Spitzenergebnisse erzielen die Vorarlberger Regionen unter den vier untersuchten Bereichen nur bei den Indikatoren zur Demografie. Hier zählen Bludenz, Dornbirn und Bregenz zu den Top-10-Bezirken in Österreich. Gepunktet wird hier beispielsweise mit der durchschnittlichen Anzahl von Kindern, die eine Frau zur Welt bringt (Fertilitätsrate) sowie dem vergleichsweise überdurchschnittlich hohen Anteil an jungen Erwachsenen.

Aufholpotenzial vorhanden

Nicht unter die Top-20 schafften es die Vorarlberger Bezirke im Bereich Arbeitsmarkt. Hier wurden die Arbeitsplatzdichte (Anteil der Erwerbstätigen je Einwohner), die Arbeitslosenquote, das Arbeitnehmerbruttoeinkommen pro Kopf, der Anteil der Hochqualifizierten, der Anteil der Personen mit Pflichtschulabschluss an den Erwerbstätigen sowie die Frauenerwerbsquote erhoben. Auch im Bereich Wirtschaft und Innovation kam kein Vorarlberger Bezirk unter die besten zehn Bezirke. In Bludenz liegt der Nachholbedarf bei den Beschäftigten in den wissensintensiven Dienstleistungen oder bei den Gründungen. Der Bezirk Feldkirch hätte Potenzial bei Unternehmensdichte und Gründungsintensität. Bregenz könnte ebenfalls bei den Gründungen oder der Anzahl der Erwerbstätigen im Hightechsektor aufholen.

Im Bereich Lebensqualität erreichte nur Bludenz mit Rang 13 eine vordere Platzierung. Das liege laut Studie an der sehr guten Ausstattung mit Kindertagesstätten im Bezirk.

Alle Detailwerte des Gesamtrankings von Pöchhacker Innovation Consulting sind unter www.zukunftsranking.at zu finden.