Fusion der Raiffeisenbanken Feldkirch, Rankweil und amKumma auf Schiene

Aufsichtsräte erteilten Auftrag zum Start des Verschmelzungsprozesses.
Feldkirch, Rankweil, Götzis Gut Ding braucht Weile. Das gilt auch für die Verschmelzungspläne der Raiffeisenbanken im oberen Rheintal. Bereits im November 2015 starteten die ersten Gespräche zwischen den Genossenschaftskassen von Rankweil und Feldkirch. Damals wurde als Ziel der Fusion der 1. Jänner 2017 genannt. Doch eine Einigung gelang bis dahin nicht, es wurde still um die Pläne. “Trotz identischer Herausforderungen hat sich gezeigt, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse Berücksichtigung finden müssen”, hieß es damals aus der Feldkircher Raiba-Zentrale. Hinter den Kulissen wurde allerdings weiter an der Kooperation geschmiedet. Anfang 2018 kam dann auch die Raiffeisen amKumma ins Fusionsboot.
Operativer Prozess
Nach der Entscheidung der Aufsichtsräte der drei Raiffeisenbanken, die Verschmelzung der drei Banken zu initiieren, startet nun die Phase zwei, der operative Prozess. Einem Zusammenschluss müssen nämlich auch die Mitglieder im Rahmen der Generalversammlungen zustimmen. Bei positiven Beschlussfassungen in den 2020 stattfindenden Generalversammlungen soll die technische Verschmelzung im Herbst 2020 erfolgen und damit die größte Raiffeisenbank Vorarlbergs entstehen, mit einer Bilanzsumme von fast 1,4 Milliarden Euro. Bereits für Juni ist ein größerer Event für Mitarbeiter geplant. Diese seien bereits über den aktuellen Stand der Dinge informiert, heißt es seitens der drei Banken.
Die Verantwortlichen sehen die Vorteile und Potenziale einer Verschmelzung wie in den bereits durchgeführten Verschmelzungen im Raiffeisensektor in wirtschaftlichen Synergieeffekten und einer Steigerung der Leistungsfähigkeit am Markt. Bei einem Zusammenschluss werden keine Mitarbeiter (derzeit 143) abgebaut, laut dem Management der drei Banken tritt der gegenteilige Fall ein: Dank der guten Auslastungen sei die entstehende Bank, eine der größten im Raiffeisenektor, regelmäßig auf der Suche nach Personal.
Raiffeisenfusion Die Fakten
Feldkirch 49 Mitarbeiter, Bilanz 2017 443 Mill. Euro, 16.800 Kunden
Rankweil 49 Mitarbeiter, Bilanz 2017 439 Mill. Euro, 15.300 Kunden
amKumma 45 Mitarbeiter, Bilanz 2017 503 Mill. Euro, 16.100 Kunden