Vorarlberger Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv

Arbeitslosigkeit geht weiter zurück, offene Stellen werden mehr (+ 18,2Prozent).
Bregenz Der Vorarlberger Arbeitsmarkt entwickelte sich im Februar mit einem Rückgang von 299 (-3,1 Prozent) vorgemerkten Arbeitslosen weiterhin äußerst positiv. Bei den Männern lag der Rückgang bei 307 (-5,6%) Personen. Allerdings gab es den Frauen einen Zuwachs um acht Personen bei den Arbeitssuchenden (+0,2 Prozent). Erfreuliche Nachricht aus der Baubranche: 47 Prozent der vorgemerkten Arbeitslosen, die in diesem Bereich einen Arbeitsplatz suchten, hatten bereits eine Einstellungszusage, so der Geschäftsführer des Arbeitsmarktservice, Bernhard Bereuter, der auch feststellte, dass der Stellenmarkt im vergangenen Monat unruhig war und eine hohe Fluktuation aufweist. Erfreulich ist die Steigerung offener Stellen im Vergleich zum Vorjahr um 349 (+18,2 Prozent).
Vorarlberg unter den Top 3
Damit ist der Vorarlberger Arbeitsmarkt auch im Bundesländervergleich ganz vorne: mit 5,2 Prozent hat Vorarlberg die drittniedrigste Arbeitslosenquote. Nur die beiden Bundesländer Salzburg (5,1%) und Tirol (4,5%) schnitten besser ab. Das ist nicht darauf zurückzuführen, dass mehr Menschen in Schulung sind. Denn auch die Zahl der Schulungsteilnehmenden ist um zwölf Prozent gesunken. Die Konjunktur am Arbeitsmarkt schlägt sich deutlich in der Zahl der unselbstständig Beschäftigten nieder, die einen neuen Rekordstand von 171.000 erreicht hat. Wirtschafts- und Arbeitsmarktexperten sehen die Zahlen freilich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn der Fachkräftemangel wird durch das ungebremste Wachstum bei den Arbeitsplätzen prolongiert, verschärft sich, wie die in den VN publizierte Mittelstandsstudie zeigt. 92 Prozent fällt es demnach schwer, entsprechende Fachkräfte zu bekommen.
Erfreulich sei, so Bereuter, dass sich die Zahl in der früheren Problemgruppe der über 50-jährigen vorgemerkten Arbeitslosen sich weiter reduziert hat. Mit einem Rückgang von 3,8 Prozent lag Vorarlberg sogar über dem bundesweiten Rückgang von 3,1 Prozent.
Mehr Sorgen macht ihm, dass die Arbeitslosenquote bei Personen mit maximal Pflichtschulabschluss nach wie vor bei rund 15 Prozent liegt.“Unser Ziel ist daher, dass wir die gute Konjunktur nutzen und arbeitslose Personen gezielt nach den Anforderungen der Wirtschaft ausbilden“, erklärt Bereuter. „Durch die Kooperation mit Unternehmen erhöhen wir die Beschäftigungschancen der niedrigqualifizierten Vorgemerkten deutlich“, ist er überzeugt. Derzeit sind beim AMS 4535 Arbeitssuchende mit maximal einem Pflichtschulabschluss gemeldet, das sind zwar 84 weniger als im Februar 2018, doch 48,6 Prozent aller arbeitslos gemeldeten Personen. Der Prozentanteil stieg um 0,6 Prozent. Die Zahl von Arbeitslosen mit akademischer Ausbildung ist um 41 auf 444 gesunken (-8,5 Prozent).
Jobs in Büro und Handel
Die zusätzlich offenen Stellen verteilen sich auf allgemeine Büroberufen (+24), Handelsberufe (+13) sowie in der Reinigungsbranche (+15). Weniger Stellen gab es im Februar bei den Bauberufen (-116), den Metall- und Elektroberufen (-97), sowie im Fremdenverkehr (-84). VN-sca