Meusburger knackt 300-Millionen-Marke

Markt / 01.03.2019 • 22:00 Uhr
Meusburger hat  2018 einen Umsatz von 308 Millionen Euro (+ 6 Prozent) erzielt.
Meusburger hat 2018 einen Umsatz von 308 Millionen Euro (+ 6 Prozent) erzielt.

Umsatzplus von sechs Prozent. Ziel zwei Jahre früher erreicht.

Wolfurt Guntram Meusburger hat vor zwölf Jahren die Geschäftsführung bei Meusburger übernommen. Damals lag das Unternehmen bei einem Umsatz von 73 Millionen Euro. Seither ist es kontinuierlich nach oben gegangen. „Wer sein Ziel kennt, findet den Weg.“ Dieser Spruch vom chinesischen Philosophen Laotse passt perfekt ins Wolfurter Industriegebiet. Denn die Meusburger Gruppe erreicht seit Jahren ihre gesteckten Ziele oder schießt sogar noch übers Ziel hinaus.

Ursprünglich wollte der Partner für den Werkzeug, Formen- und Maschinenbau nämlich im Jahr 2020 die Umsatzmarke von 300 Millionen Euro überschreiten. Nun steht man zwei Jahre früher am Ziel. Im Jahr 2018 wurde ein Umsatz von 308 Millionen Euro (+ 6 Prozent) erzielt und damit zum ersten Mal in der Geschichte die 300-Millionen-Marke geknackt.

Die Gründe für das erneute Wachstum liegen laut Meusburger in „verschiedenen strategischen Maßnahmen.“ Zunächst wurde das Produktportfolio für den Werkzeug-, Formen- und Maschinenbau auf 93.000 Artikel vergrößert. Genauso wurde das Vertriebsteam erweitert und der Bereich Digitalisierung ausgebaut.

Ein weiterer Erfolgsbaustein ist für Guntram Meusburger zugleich auch ein Herzensprojekt, über das er schon ein Buch geschrieben hat. Dabei geht es darum, Wissen besser zu integrieren und zu strukturieren. In einem Betrieb in der Größenordnung ein entscheidender Faktor. Mit der von Meusburger entwickelten und praktizierten Wissensmanagement-Methode soll verhindert werden, dass durch Vergessen oder den Austritt von Mitarbeitern wichtiges Know-how verloren geht. Das Wissen wird mit einer Software erfasst, verteilt, weiterentwickelt und gesichert.

Und was ist das nächste Ziel? Auch heuer soll das Produktportfolio weiter ausgebaut und optimiert sowie das Vertriebsteam weiter vergrößert werden. Die weltweit 21.000 Meusburger-Kunden sollen „alles aus einer Hand“ bekommen. Dazu gehört neben den Digitalisierungsbestrebungen auch, dass die Zusammenarbeit zwischen Meusburger und PSG vertieft wird. Das deutsche Unternehmen, das Heißkanal- und Regeltechnik für die Herstellung von Kunststoffprodukten produziert, ist seit 2016 Teil der Meusburger-Gruppe. Insgesamt, so Guntram Meusburger“, sollen die Kunden dadurch „eine langfristige Planungssicherheit“ bekommen.

Der Firmenchef ist jedenfalls optimistisch. „Wir sind strategisch sehr gut aufgestellt. Ich bin daher sehr zuversichtlich, dass wir unsere langfristigen Umsatzziele mit dem eingeschlagenen Weg erreichen.” Denn auch beim Umsatz gibt es nach Erreichen der 300-Millionen-Marke ein neues Ziel. Bis zum Jahr 2025 soll eine halbe Milliarde Euro erzielt werden.