Chalech-Projekt: Bauarbeiten schreiten voran

Markt / 27.02.2019 • 06:00 Uhr
Chalech-Projekt: Bauarbeiten schreiten voran
Die Chalets in Lech sollen im Sommer fertiggestellt sein. Ramic

Fertigstellung und gewerbliche Vermietung ab Sommer geplant.

Lech Chalets erfreuen sich großer Beliebtheit. Nicht nur bei Investoren, sondern auch bei Gästen, die in größerem Familienverbund oder Freundeskreis Urlaub verbringen möchten. Speziell in Tourismusregionen wie dem Klostertal, dem Brandnertal oder dem Bregenzerwald sind einige solcher Chalet-Dörfer entstanden oder im Werden. Am Arlberg schaut man indes mit Argusaugen auf diese Beherbergungsart und im Speziellen darauf, dass diese nicht als Zweitwohnsitze verwendet, sondern gewerblich vermietet werden.

Ein Chalet-Großprojekt in Lech befindet sich gerade in der finalen Bauphase. Das Projekt Chalech umfasst insgesamt vier Häuser mit mehreren Suiten und ein Haupthaus mit Tiefgarage und Rezeption.

Außen sind die Chalets aktuell bis auf kleinere Arbeiten fertiggestellt, innen werden die Arbeiten bis Ende Juni vorgenommen, bestätigt Said Ramic (Inova AG), der von den Eigentümern als Generalunternehmer für den Bau beauftragt wurde.

Wert legt er darauf zu betonen, dass die Chalets nach Fertigstellung gewerblich vermietet werden. Das sei auch so in den Verträgen abgesichert und von den Eigentümern ausdrücklich gewünscht. Deshalb verfüge das Chalech-Projekt auch über acht Mitarbeiterzimmer für bis zu 16 Angestellte, eine voll eingerichtete Großküche und diverse Lagerräume. Die Vermarktung und die Serviceleistungen werden von einem europaweit führenden Betreiber geleitet und die Verwaltung erfolge durch Personen aus Lech.

Der Betreiber werde bereits ab Fertigstellung die Chalets zur Vermietung anbieten. Erfahrungsgemäß würden die Buchungen aber erst ab der Wintersaison erfolgen, weil gerade größere Familien Urlaube Monate im Voraus buchen.

Den Bedarf für Chalets sieht Ramic jedenfalls klar gegeben. Im Zuge einer Bedarfsanalyse habe sich gezeigt, dass es eine Nachfrage von Großfamilien mit acht Personen oder mehr für große Apartments ohne den üblichen Hotelcharakter aber mit Hotelservice, den sie selbst bestimmen können, gebe. „Viele Menschen reisen beruflich ganzjährig von Hotel A zu Hotel B und möchten besonders die Winterferien als eine gemeinsame Familienzeit in adäquater Atmosphäre verbringen.“

Wichtig zu betonen ist ihm auch, dass das Chalech-Projekt nichts mit seinem laufenden privaten Verfahren bezüglich Ferienwohnungswidmung zu tun habe. Dieses sei entgegen anders verlauteten Äußerungen auch nicht abgeschlossen. „Seitens des Verwaltungsgerichtes wurde festgestellt, dass die Gemeinde sehr wohl erklären muss, warum Nachbarn und ähnliche Situationen mit umliegenden Ferienhaussiedlungen bewilligt werden und mein Projekt nicht. Der Ausgang wird nach Einschätzung meines Anwalts noch mehrere Jahre dauern und auch beim Europäischen Gerichtshof anhängig werden.“