Diese Vorarlberger Restaurants sind Weltklasse

Fünf Vorarlberger Restaurants sind in der ultimativen weltweiten Bewertung „La Liste“ auf den vorderen Plätzen vertreten.
Paris, Schwarzach Vorarlberg soll Europas Nummer eins in Sachen Gastfreundschaft und in Sachen Kulinarik werden – ein ehrgeiziges Ziel, zumal andere Regionen ebenfalls genau diesen Plan verfolgen. Großes Vorbild bei diesem Unterfangen war und ist Dänemark, das sich vom kulinarischen No-Name zur begehrtesten Adresse für Foodies entwickelt hat – mit einem Visionär als Vorkämpfer und einer Regierung, die das unterstützte.
Ultimative Bewertung
Vorarlberg hat eine gute Basis für gute Küche, doch von der Vision zur Wirklichkeit kann es dauern. Ein Blick in die „La Liste“, die vor kurzem in Paris präsentiert wurde, zeigt, dass Vorarlberg auf einem guten Weg ist, dieses ambitionierte Ziel zu erreichen. „La Liste“ ist die ultimative Bewertung der tausend besten Restaurants der Welt (siehe Factbox) und fußt auf einer Auswertung aller bekannten Führer und Gästebewertungen.

Den ersten Platz teilen sich sieben Restaurants, die 99,5 von 100 Punkten bekommen haben, das nächste davon findet sich in Baiersbronn im Schwarzwald – die legendäre Schwarzwaldstube. Nummer eins in Österreich ist ein kulinarischer Dauerbrenner, das Restaurant Obauer im Salzburger Ort Werfen, wo die Brüder Rudi und Karl Obauer seit Jahrzehnten auf höchstem Niveau zeigen, wie man regionale Traditionen weiterführt.
Die Nummer eins ist in Portugal
Die Vorarlberger Nummer eins in der Liste ist indes nicht im Land tätig: Dieter Koschinas Wirkungsstätte, das Vila Joya in der Algarve wird mit 97,5 von 100 möglichen Punkten auf Platz fünf geführt. Der Ausnahmekoch, der zwischen Vorarlberg und Portugal pendelt, steht am 8. und 9. Dezember bei der Chefs Night im Mondschein in Stuben am Herd und präsentiert ein Best of Vila Joya. Koschina habe die Sterneküche nach Portugal gebracht, attestieren ihm die Kollegen im westlichsten Land Europas, für die Vorarlberger Strategie ist er nicht nur Botschafter, sondern vor allem Ermöglicher. In seiner Küche lernen Vorarlberger und österreichische Köche das Sterne-Handwerk, das sie später im Land umsetzen.

Auf dem siebten Platz der globalen Bestenliste findet sich Vorarlbergs Spitzenreiter – der Chefs Table im Gourmethotel Rote Wand mit 96,5 Punkten. Klar, dass sich Patron Joschi Walch über die Platzierung wahnsinnig freut, denn seine Vision vom Chefs Table wurde in der hiesigen Branche anfangs eher skeptisch begutachtet. Standing Ovations gab es für die Küchencrew um Chef Julian Stieger kürzlich auch in der Weltmetropole New York. Die Rote Wand zeichnete bei der Präsentation der Skination Österreich in den USA für das Gourmet Dinner verantwortlich. Nur einen Platz dahinter hat sich mit 96 Punkten die Griggeler Stuba im Burg Vital Resort in Oberlech eingereiht. Chapeau für das Team um Sebastian Jakob.
Damit nicht genug: In der Weltbestenliste finden sich weitere Klassiker der Vorarlberger Fine-Dining-Szene, etwa das Aurelio’s in Lech und die Kilian Stuba in Hirschegg im Kleinen Walsertal. Sascha Kemmerer ist ein Fels in der Gourmetlandschaft. Mit nicht nachlassender Kreativität hält er sich seit vielen Jahren ganz oben – ist regelmäßig der einzige mit einem Michelin-Stern gekrönte Küchenchef des Landes. Und wenn man will, darf man auch das Tian noch zu den Vorarlberger Highlights auf La Liste zählen: Denn heuer – und nur noch heuer – öffnet in Zürs im Hotel Edelweiss wieder das Pop-up von einem der besten vegetarischen Restaurants der Welt.
ultimatives Ranking
La Liste veröffentlicht jährlich die Liste der 1000 besten Restaurants der Welt. Daneben gibt es inzwischen weitere Listen, die in der Kulinarikbranche und bei Fine-Dining-Fans absoluten Kultstatus genießen. La Liste wurde im Dezember 2015 in Paris ins Leben gerufen. Der Ranking- und Restaurantführer listet heute 20.000 Restaurants in 195 Ländern auf, indem es über 1000 Führer und Veröffentlichungen aggregiert. Der Gründer von La Liste, Botschafter Philippe Faure, war zuvor CEO von Gault & Millau und ehemaliger Leiter des französischen Tourismusverbandes. Faure war außerdem als französischer Botschafter unter anderem in Japan tätig. Das erklärt auch die noble Adresse, an welcher „La Liste“ vor kurzem präsentiert wurde – in den Räumlichkeiten des französischen Außenministeriums.
Zehn Tage lang schenkt Lech ein
Lech Weinliebhaberinnen und -liebhaber lieben es, nach Lech am Arlberg zu reisen, da das hochalpine Dorf außergewöhnliche Gastronomie, ein herausragendes Weinangebot und Top-Sommeliers bietet. Jetzt kommt noch ein weiterer Grund dazu: Unter dem Titel Arlberg Weinberg finden vom 7. bis 17. Dezember zahlreiche Veranstaltungen zu internationalen Weinthemen statt. Renommierte Journalistinnen und Journalisten, legendäre Produzierende und Expertinnen sowie Experten aus aller Welt treffen einander in Lech, diskutieren Zukunftsthemen, bewerten Weine und kommentieren Wine & Dines. Mehr als 20 Veranstaltungen werden angeboten.

Die Zukunft des Weins
Was bedeutet Fine Wine heutzutage? Was werden zukünftige Generationen darunter verstehen? Welche Werte werden einen Fine Wine bestimmen? Wie blickt man in Asien, USA, Afrika und Europa auf diese Kategorie? Gibt es einen Unterschied zwischen Luxury Wines und Fine Wines? Große Fragen, die für die zukünftige Produktion und die Vermarktung von kostbaren Weinen wichtig sind. Antworten werden darauf geben: Simon Tam (ex Christies, Hongkong), Adrian Garforth MW (COO von 67 Pall Mall) und Arnt Egil Nordlien (Fine Wine Department Vinmonopolet, Norwegen). Die Diskussion wird durch Pauline Vicard (Areni) geleitet. Termin: Dienstag, 12. Dezember, 10 Uhr, Burg Vital.
Die einzelnen Programmpunkte von Arlberg Weinberg werden laufend auf der Website von Lech Zürs Tourismus https://lechzuers.com/arlberg-weinberg aktualisiert.