Arbeiterkammer-Direktor Keckeis geht in Pension: „Freue mich aufs Reisen!“

Der langjährige Interessenvertreter hat am Freitag seinen letzten Arbeitstag.
Schwarzach Auf was sich Rainer Keckeis (65) in der bevorstehenden Pension besonders freut? Auf das Reisen. „Ich bin bisher nicht viel herumgekommen. Meine Kinder haben wahrscheinlich mehr von der Welt gesehen als ich.“ Sein Traum: Mehrere Monate im Süden zu verbringen. Favorit für den Genussmenschen ist Italien.

Am Freitag hat der langjährige Arbeiterkammer-Direktor seinen letzten Arbeitstag. Ab 1. Juli 2023 übernimmt Eva King seine Agenden in der Interessenvertretung. Was seine Nachfolgerin auszeichnet? „Sie ist inhaltlich wahnsinnig stark, arbeitsam, intelligent“, sagt Keckeis.

Karriere in der AK
Er selbst hat eine lange Karriere hinter sich. 1986 trat er in die Arbeiterkammer Vorarlberg ein, bereits fünf Jahre später wurde er stellvertretender Direktor, 2003 geschäftsführender Direktor. Dazwischen verbrachte er ein Jahr bei der Europäischen Union. Zudem war er viele Jahre Stadtrat in Feldkirch.

Dabei kam er eher durch Zufall zur AK. „Ich war bei der Gewerkschaft und der damalige Direktor Heinz Peter hat mich gefragt, ob ich nicht seinen Job als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit übernehmen möchte“, schildert Keckeis.

Gesagt, getan – und so widmete er sich insgesamt 37 Jahre lang den Interessen der Arbeitnehmer im Land.

Nichts tun
Was er an seinem Job vermissen wird? „Ich weiß es noch nicht. Zunächst freue ich mich einfach darauf, nichts zu tun“, sagt der Feldkircher. Seine Arbeit bezeichnet er als anstrengend, aber als genauso spannend. „Man muss sich überall auskennen.“

Wenn es um die Themen der AK – Wohnen, Arbeitsrecht oder Sozialversicherung – ging, nahm Rainer Keckeis nie ein Blatt vor den Mund. War durchaus streitbar, wenn er es sein musste, aber stets pragmatisch. „Ich habe immer klar meine Meinung geäußert. Für eine politische Karriere ist das nicht förderlich, aber das war auch nie mein Ziel.“

Mit gutem Ruf
Jedenfalls hinterlässt er ein Haus, das einen guten Ruf genießt. „Die Arbeiterkammer deckt mit Rechtsschutz, Konsumentenschutz oder Steuerberatung eine Fülle an Dienstleistungen ab. Wir sind da, wo Menschen ein Problem bekommen“, begründet Keckeis.

Besonders stolz ist er darauf, dass die Arbeiterkammer Vorarlberg die Abfertigung neu initiierte, die dann bundesweit übernommen wurde.

Gibt es nun eine große Party zum Abschied? „Nein, nur ein kleines Fest für Mitarbeiter und Funktionäre. Das große Feiern liegt mir nicht.“
Rainer Keckeis
Geboren 25. Juni 1958
Familie Vater von drei Kindern
Wohnort Feldkirch
Ausbildung Studium Master of Legal Studies in Krems, Exportkaufmann Uni Innsbruck, Europarechtslehrgang HSG, Sozialakademie Mödling
Hobbys Wintersportler, Bergwanderer und Genussmensch