Ein nicht alltägliches Theater

Leserservice / 18.02.2020 • 16:53 Uhr
Das Prestigeobjekt des Bürgermeisters, das neue Einkaufsparadies, bekommt tiefe Risse.unpop/caro stark
Das Prestigeobjekt des Bürgermeisters, das neue Einkaufsparadies, bekommt tiefe Risse.unpop/caro stark

Premiere für die neue Produktion vom Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung: „der herzerlfresser“.

20 Uhr, kulturhaus, dornbirn Seit 2016 ist das Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung – kurz UNPOP – in der Vorarlberger Theaterlandschaft fleißig unterwegs.

Mit dem neuen Stück „der herzerlfresser“ von Ferdinand Schmalz hat man sich für einen der meistgespielten österreichischen Autoren entschieden. Schon 2014 wurde „Am Beispiel Butter“ von den UNPOP-Gründern Stephan Kasimir und Caro Stark ein Schmalz-Werk am Theater Kosmos inszeniert. Vor dem Hintergrund einer Mordserie, geschehen in der Steiermark im Jahr 1786, hat der Autor, Nachwuchsdramatiker des Jahres 2014 (Theater heute) und Ingeborg-Bachmann-Preisträger 2017, eine groteske, tragikomische Farce über Liebe, Kapitalismus, Konsum und Perversion geschrieben – „der herzerlfresser“.

Synopsis: Vor den Toren einer Kleinstadt soll ein Einkaufscenter eröffnet werden. Ein Prestigeprojekt des Bürgermeisters, das die Stadt attraktiver machen soll. Die Eröffnung steht bevor. Doch kaum steht der Bau, gibt es erste Risse im Beton, das Moorwasser aus dem Untergrund bahnt sich seinen Weg zurück an die Oberfläche. Und dann macht auch noch ein Serienmörder den Eröffnungsplänen des Politikers zu schaffen. Der neue Security-Mann Andi entdeckt im Sumpf eine Leiche, weiblich, mit herausgerissenem Herz. Im Moor findet man nacheinander Frauenleichen, in deren Brust anstelle des Herzens nur noch ein sumpfiges Loch klafft …

Weitere Termine, Infos und VVK unter www.unpop.at/der-herzerlfresser