Musik in der Pforte: „Musik in Zeiten der Bedrängnis“

Pforte um sieben am
Donnerstag, Abokonzert am Freitag.
19 Uhr, vorarlberger landeskonservatorium, festsaal, feldkirch Musik in der Pforte hat sich immer als Konzertreihe verstanden, die sich den Fragen der Zeit stellt und Antworten auf diese Fragen sucht. Selten war die innenpolitische Lage in Österreich so angespannt wie heute, und mit der „Missa in angustiis“ von Joseph Haydn, der Kammersymphonie von Dimitri Schostakowitsch und dem Werk „The moment“ von Martin Lindenthal hat Klaus Christa drei Werke programmiert, die wie eine musikalische Antwort auf die politische Lage im Österreich unserer Tage wirken.
Dieses außergewöhnliche Programm wird am 2. um 19 Uhr und am 3. November um 20 Uhr im Festsaal des Landeskonservatoriums zu hören sein. Die Vorlage für Dimitri Schostakowitschs (1906–1975) Kammersymphonie, op. 110a, sein Streichquartett, op. 110, entstand 1960 in der Nähe von Dresden am Rande von Dreharbeiten für den sowjetischen Film „Fünf Tage und fünf Nächte“, der die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg dokumentieren sollte. Bei der „missa in angustiis“ (Messe in der Bedrängnis, auch Nelson-Messe) in d-Moll von Joseph Haydn (1732–1809) handelt es sich um eine Auftragsarbeit des Fürsten Esterhazy, die 1798 in der Stadtpfarrkirche in Eisenstadt uraufgeführt wurde.
Simone Vierlinger (Sopran), Dora Kutschi (Alt), Walter Ess (Tenor) und Äneas Humm (Bass) werden begleitet vom Pforte-Kammerorchester unter der Leitung von Kay Johannsen und dem Ensemble Vocale Neuburg; zusätzlich spricht Br. David Steindl-Rast am Freitagabend über „Das Leben in Zeiten der Bedrängnis“. VVK: Feldkirch Tourismus, Tel. 05522 73467, karten@feldkirch.at oder bei V-Ticket.