Ausstellungsbesucher als Schnittstelle

Leserservice / 08.03.2017 • 16:56 Uhr
Die Hauptarbeit trägt den Titel „Gully“. Bei der Arbeit verfolgt die Künstlerin anhand von aufgeschäumter Farbe das bereits schon früher aufgegriffene Thema des Bläschenbildens weiter. foto: kircher-liner
Die Hauptarbeit trägt den Titel „Gully“. Bei der Arbeit verfolgt die Künstlerin anhand von aufgeschäumter Farbe das bereits schon früher aufgegriffene Thema des Bläschenbildens weiter. foto: kircher-liner

Susanne Kircher-Liner stellt in der Galerie allerArt in Bludenz aus.

20:00 galerie allerart, bludenz. Im Werk der 1976 in Tirol geborenen Künstlerin Susanne Kircher-Liner verschränkt sich auf bildnerische Weise gleichsam die analoge mit der digitalen, wissenschaftlichen Welt. Kircher-Liner, die an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert hat, malt und zeichnet zwar in klassischer Tradition, stellt in und mit ihren Arbeiten aber durchaus auch naturwissenschaftliche und informationstechnologische Fragen. Nicht von ungefähr übertitelt sie ihre Ausstellung in Bludenz mit „Schnittstelle“. Eine Schnittstelle, englisch Interface, verkörpert den Verbindungspunkt von einem System in ein anderes.

Ein zentrales Anliegen der Tirolerin ist es, ihre Arbeiten stets mit vielen Informationsebenen zu überlagern. Wobei sie das Werk selbst eben auch als Schnittstelle zwischen Künstler und Betrachter ansieht. Und um zu sehen, muss die Information letztlich über materielle Schnittstellen ins Gehirn übertragen werden.

Ausstellungsdauer: bis 23. April. Öffnungszeiten: Mi.–So., 15–18 Uhr. allerart-bludenz.at