Mündige BürgerInnen lassen sich nicht einseifen
Rondo hat ein marketing-technisch exzellentes Flugblatt herausgebracht, welches erklärt, dass Reststoffe zu Vorarlbergs Energiequellen gehören und keine schwarzen und gelben Säcke verbrannt werden. Das stimmt, es wird der Inhalt der Säcke zuerst von anderen Firmen aufbereitet. So werden die Verdauungsprodukte der Vorarlberger Babys mitsamt Gebinde – im Geschäft als Windel verkauft – zu Reststoffen, was nach der Aufbereitung und vor der Verbrennung in Frastanz als „Feste Siedlungsabfälle“ bezeichnet wird. Die Verdauungsprodukte von Menschen, die kein Gebinde mehr brauchen, sondern ihre Reststoffe in der Regel durch die Kanalisation schicken, heißen nach der Aufbereitung und vor der Verbrennung in Frastanz: „Abfälle aus Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung“. Im Edikt wurde auch verkündet, nur „nicht gefährliche Abfälle“ zu verbrennen. In der Regel ist Abfall ungefährlich. Wer hat sich jemals vor einem Joghurtbecher, oder einem kaputten Schuh gefürchtet? Gefährlich und zum Fürchten werden diese Produkte erst, wenn sie verbrannt werden und giftige Stoffe wie Dioxine, Furane und PFAS entstehen! Liebe Rondo, Sie haben versucht uns weichzuspülen, wir sind jedoch jahrelang von bestens aufbereiteter Werbung berieselt, zu mündigen BürgerInnen geworden, die gut mit Propaganda umgehen können.
Manuela Zech, Frastanz