Leserbrief: Von wegen Vorzeigeland

Hr. Scheiterbauer aus Frastanz versucht, den “GrĂĽnen” den schwarzen Peter und die alleinige Verantwortung fĂĽr das jetzige Finanzdebakel unterzujubeln (VN “Späte Erkenntnis” vom 12.1.25). Diese schräge Darstellung kann nicht unwidersprochen bleiben. Vorausschicken möchte ich, dass ich kein Parteimitglied bin, aber die politische Entwicklung aufmerksam verfolge. Einer Partei vorzuwerfen, in Klimaschutz, in Radwege, Klimaticket, Fotovoltaik, Wärmepumpen und weitere umweltrelevante Themen zu investieren, ist mehr als daneben. Wer nur einen Funken Verantwortung fĂĽr kommende Generationen verspĂĽrt, sollte genau das von allen Parteien vehement einfordern. Leider sind es nur die “GrĂĽnen”, die dies auch glaubwĂĽrdig und engagiert durch ihre Politik tun. Auf Landesebene hat Katharina Wiesflecker viel zur Verbesserung im Sozialbereich bewirkt. Diese Investitionen, auch in den öffentlichen Verkehr, kosten viel Geld, sind aber absolut sinnvoll. Wenn Schwarz/Blau und Rot gleichzeitig Milliarden in den StraĂźenverkehr pumpen, statt ihn einzuschränken, ist der Ruin vorprogrammiert. “Koste es, was es wolle” unter Kanzler Kurz war der eigentliche Grund fĂĽr dieses Finanzdesaster. Wirtschaftsbetrieben, die das absolut nicht nötig hatten, wurden Unsummen an Förderungen nachgeworfen. Eine gerechte Besteuerung der Superreichen wurde von der Ă–VP vehement abgelehnt. Die “Späte Erkenntnis”, wer die Verursacher sind, ist am Leserbriefschreiber aus Frastanz leider vorbeigegangen.
Franz Ströhle, Alpenschutzverein für Vorarlberg, Dornbirn