Schwangerschaftsabbruch
Eigentlich ist das Problem ganz einfach zu lösen: Frauen, die ungeschützt Sex hatten und befürchten, dass sie schwanger geworden sind, könnten so schnell wie möglich die „Pille danach“ einnehmen. Moralische Bedenken könnten sie ausschließen, indem sie davon ausgehen, dass die Befruchtung doch nicht eingetreten ist und sie nur sicherheitshalber die Pille genommen haben. Möglicherweise könnte damit auch die ständige Einnahme der Anti-Baby-Pille entfallen. Sollte es bei der Beschaffung der “Pille danach“ erhebliche Hürden geben, so müsste man diese überdenken. Tatsächliche Abbrüche wären somit auf medizinisch absolut notwendige Fälle begrenzt. Als „altmodischer“ Mensch (80) bin ich sowieso gegen die Fristenlösung, da schützenswertes Leben mit der Befruchtung beginnt und nicht erst nach drei Monaten. Frauen, die darauf bestehen, mit ihrem Bauch tun und lassen zu können, was sie wollen, sollten bedenken, dass es im Falle einer Schwangerschaft nicht nur um ihren Bauch geht, sondern auch um das in ihm entstehende neue Leben.
DI Dr. Bernd Oesterle, Hard