Etwas passiert,

Leserbriefe / 20.12.2021 • 18:30 Uhr

aber was?

Ich bin weder eine Impfgegnerin noch eine Befürworterin. Ich habe meine eigene Meinung dazu. Es wird schon genug Aufhebens um dieses Coronavirus gemacht. Zu Recht oder zu Unrecht? Was mich mehr beunruhigt und Sorgen bereitet ist nicht das Virus, sondern die Art und Weise, wie wir Menschen miteinander umgehen. Menschen werden bedroht, angegriffen, verletzt und in Angst versetzt. Menschen, die in Krankenhäusern arbeiten, werden beschimpft. Dieses Verhalten, diese Aggressivität kann ich nicht verstehen. Braucht ihr nie ärztliche Hilfe? Habt ihr noch nie einen Menschen im Krankenhaus besucht und wart froh, dass es diesen Ort gibt? Wenn ihr Demos veranstaltet, denkt darüber nach, wo ihr diese abhaltet. Vor Krankenhäusern ist dafür kein Platz. Dort sind Menschen, die andere Sorgen und Ängste haben. In solchen Zeiten sollten Einfühlungsvermögen, Hilfsbereitschaft, Solidarität, und Zusammenhalt Vorrang haben. Jeder sollte sein Bestes geben. Andere Denkweisen nicht verurteilen. Keine Hetzreden, weder von Politikern, Medien, Impfgegnern oder Befürwortern. Es geht uns trotz allem noch gut. Ich wünsche mir für uns alle, dass es so bleibt. An alle Menschen, die diese Zeilen lesen: Bitte keinen Streit, keine Verurteilungen, keine Zwietracht, keine Drohungen oder Hetzerei. Denn das führt uns nur zu noch mehr Unverständnis und Spaltung.

Siglinde Metzler, Riefensberg