„Herausragender Politiker“
Im Interview mit Finanzminister Magnus Brunner bezeichnet er Sebastian Kurz als herausragenden Politiker. Hierzu stellen sich mir einige Fragen: Ist es herausragend, wenn man Gesetze verhindert, die der Bevölkerung zugutekommen würden, weil man einem Konkurrenten keinen Erfolg gönnt? Wenn man vereinbarte Wahlkampfbudgets absichtlich um Millionen überschreitet? Wenn man einen Vizekanzler der Republik Österreich als Arsch bezeichnet? Wenn man die Gesundheit der Bevölkerung wegen bevorstehender Wahlen aufs Spiel setzt? Ist es herausragend, wenn der begründete Verdacht besteht, dass man sich mittels manipulierter Umfragen Vorteile verschafft hat? Dass man sich dann entsprechende Inserate gekauft hat? Dass diese parteipolitischen Inserate auch noch aus Steuergeldern bezahlt wurden? Ich habe eine andere Vorstellung, was einen herausragenden Politiker ausmacht. Ganz sicher nicht eine Ich-AG, die nur ihr eigenes Fortkommen im Sinn hat. Aber vielleicht habe ich ein antiquiertes Bild von einem Politiker.
Weiters hat mich die Aussage von Herrn Brunner befremdet, dass er Türkis und Schwarz ist. Er will es sich wohl mit keiner Seite verscherzen. Es könnte ja sein, dass sich Türkis erholt, besser die Türen offenhalten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sein ehemaliger Chef Herbert Sausgruber sich klar positioniert hätte.
Josef Vonach, Kennelbach