Verschärftes
Sanktionsregime
Zum VN-Bericht vom 16.11.2021:
Bei der perfiden Racheaktion von Lukaschenko, dem jedes Mittel zum politischen Überleben recht ist, sollte man aber auch die Ursache hinterfragen. Mit dem eigentlichen Ziel, Russland zu schwächen, hat der Westen sich in innerstaatlichen Angelegenheiten von Belarus eingemischt. Wie auch die vorhergegangene Flüchtlingswelle, mit dem US-amerikanischen Einmarsch im Irak, der ISIS zur Folge hatte, dem arabischen Frühling, der nur anhaltende Bürgerkriege in den betroffenen Ländern gebracht hat und der verlorene, zwanzigjährige US-amerikanische 9/11-Rachefeldzug in Afghanistan, der für alle Beteiligten, vor allem für die Afghanen, mit einem totalen Desaster endete, der Einmischungspolitik des Westens geschuldet ist. Trotz all dieser katastrophalen Folgen hat US-Amerika gegen China, wo es um den Anspruch der weltweiten Führungsnation geht, bereits eine neue Front, mit unkalkulierbarem Ausgang, aufgetan. Den Flüchtlingsstrom aus Afrika hat die EU mit ihrer verfehlten Wirtschaftspolitik, seit Jahrzehnten werden mit subventionierten Waren aus der EU die einheimischen Produktionen zerstört und dadurch die Menschen ihre Lebensgrundlagen genommen, ins Rollen gebracht. Anstatt in den bevölkerungsexplodierenden afrikanischen Ländern in die Wirtschaft, Infrastrukturen, Gesundheitssysteme und Geburtenregelung (eine afrikanische Frau bekommt durchschnittlich fünf Kinder) zu investieren, muss die EU jetzt Milliarden für den EU-Außengrenzschutz, Militäreinsätze, Mauern, Zäune, Auffanglager oder Rückführungsaktionen ausgeben.
Alfred Fuchs, Dornbirn