Widerstand
Das gefühlte Versagen unserer Regierenden in fast allen Bereichen bereitet Teilen der Bevölkerung zunehmend Sorge. Kritische, gute Leserbriefe wie z. B. von Alfred Fuchs vom 13.11. oder Alfons Kopf bzw. Herbert Burtscher vom 15.11. sowie die Demonstration für mehr direkte Demokratie vom 14.11. dokumentieren die zunehmende Unzufriedenheit. Die Handlungsbefugten unserer repräsentativen Demokratie erweisen sich zunehmend als unfähig, auf die hereinbrechenden Krisen (Finanzkrise, Flüchtlingskrise, Klimakrise, Coronakrise usw.) angemessen und rasch zu reagieren. Um trotzdem herauszuragen und zu glänzen, scharen manche der führenden Volksvertreter noch Schwächere um sich. Durch Führungsschwäche und Wachstumswahn ist unser Land längst über jedes erträgliche Maß der Entwicklung hinausgeschossen. Die Infrastruktur kann mit dem Wachstum schon lange nicht mehr mithalten (Verkehrschaos, fehlender Schlachthof, Wohnungs-, Arbeitskräfte- und Deponiemangel usw.). Zusätzlich zerstören wir nachhaltig unsere Lebensgrundlage für eine Grundversorgung mit Lebensmitteln und Sauerstoff. Eine Mindestanforderung an eine gesunde Region wäre 2500 m2 guter Landwirtschaftsgrund pro Einwohner und Gästebett und mindestens ein großer Baum (ab 100 m2 Kronengröße) pro Einwohner, Gästebett und zugelassenem Kfz. Gebietskörperschaften, die dieses Minimalziel nicht mehr erfüllen, sollten über den Finanzausgleich Ausgleichszahlungen an die Regionen leisten, die die Anforderungen noch übererfüllen, um wenigstens dort den Umwidmungsdruck herauszunehmen. Wir müssen nicht nur den Amazonasurwald, sondern auch unseren Lebensraum schützen.
Peter Bonetti, Hard