Advent – warten auf das Christkind
Der Advent kündigt uns an, dass bald Weihnachten ist. Am Heiligabend wird der Menschheit das Jesukind geboren. Die Kinder freuen sich darauf. Wir Erwachsene wissen, dass Weihnachten heuer schon das zweite Mal nicht mehr so sein wird, als wir es gewohnt sind. Weihnachtsfeiern, die größere Familie und Verwandtschaft, treffen lieber Freunde, alles wird wieder eingeschränkt sein. Mund-/Nasenschutz und Abstand halten sind gefragt. Mit den steigenden Coronazahlen ist die Situation wieder verunsichert. Die Infektionszahlen steigen täglich, zu viele Menschen sind noch nicht geimpft. Schon bald zwei Jahre hören wir vom Coronavirus und den damit verbundenen Einschränkungen. Vielleicht ist es gerade das, was wir in der erzwungenen Stille im Advent 2021 neu lernen müssen. Das Annehmen von Hilfe auch jenseits unserer Lebensgewohnheiten, von Bedürftigkeit im eigenen Umfeld, vielleicht schon beim eigenen Nachbarn. Sich fragen, wie lange habe ich mit ihm nicht mehr gesprochen. Schenken von Zuwendung, die wir bei aller Vorweihnachtshektik verlernt haben. Ein wirkliches Zuhören bei einer Begegnung, beim Telefonieren, das Schreiben eines Briefes wie zu Großmutters Zeiten. Ein Päckchen verschicken, vielleicht dorthin, wo es eigentlich nicht erwartet wird. Zeichen, die ausdrücken möchten: „Du bist mir wichtig, ich habe dich auch in Zeiten der Pandemie nicht vergessen.“ Eine gesegnete Weihnacht für uns alle.
Hugo Mayer, Egg