Brauchen wir (wieder) einen Diktator?

Leserbriefe / 18.11.2021 • 18:07 Uhr

Gleich vorweg, ich bin nach wie vor ein überzeugter Demokrat und halte es mit Winston Churchill, der launig meinte, dass die Demokratie die schlechteste aller Regierungs-formen sei, wir aber keine bessere haben. Was aber in vielen europäischen Demokratien, auch in Österreich abläuft ist beschämend. Hilflos wird in der Pandemie agiert, wo eine aggressive Minderheit die geimpfte Mehrheit in Geiselhaft nimmt. Statt entschlossen die Schrauben anzuziehen, z.B. durch einen tüchtigen Selbstbehalt der Ungeimpften im Falle eines Covid bedingten Krankenhausaufenthaltes, verlieren sich die Verantwortlichen in kleinlichem, politischem Hickhack. Statt der aggressiven Migration, wie an der polnischen Grenze, entschlossen entgegenzutreten, wird den schleichend immer mehr Steuern und Abgaben zahlenden Bürgern mit scheinmoralischen Argumenten die Daueralimentation der überwiegend schwer in den produktiven Arbeitsprozess integrierbaren „Neubürger“ aufgezwängt. In der Erziehung und politischen Diskussion kommt das Wort Pflichten gar nicht mehr vor, lieber schwadroniert man über die jeweils „gendergerechte“ Schreibweise, die Zahl der möglichen Geschlechts-ausformungen und die mangelnde Kultursensibilität der Bürger, die keinen migrantischen Hintergrund nachweisen können. Wenn die Demokratie längere Zeit die wirkli-chen Anliegen der Bürger ignoriert, dann springen Diktatoren oder ihre Vorläufer „liebend gerne“ ein, siehe Russland und Türkei oder, in Ansätzen, Ungarn und Polen.

Dr. Klaus König,

Lauterach