Tragödie an polnischer Grenze
Ich begreife nicht, dass so viele Menschen, darunter Politiker, nicht fähig sind, sich wenigstens gedanklich in dieselbe Situation zu versetzen, in welcher sich, aus berechtigten Gründen, aus ihren Heimaten Flüchtende, derzeit an der polnischen Grenze befinden. In ihrer spärlichen Bekleidung, ihre Kinder teils tragend oder an den Händen mit sich schleppend, flehen sie um Hilfe, die ihnen jedoch von der EU verweigert wird. Die Hoffnungs- und Aussichtslosigkeit der Flehenden geht bereits so weit, dass sie es allen Ernstes vorziehen, eher in der Fremde als in ihrer Heimat, sterben zu müssen.
Hans Gamliel, Rorschach (CH)