Exportrekord für 2021 erwartet

Zum VN-Bericht vom 09.11.2021:
Der erreichte Standard der Vorarlberger Industrie ist aller Ehren wert. Exportsteigerungen können in begrenzten Vorarlberger Raum nur mit Betriebserweiterungen, Betriebsansiedlungen und verstärkten Zuzug von Arbeitskräften, die Wohnraum benötigen, auf Kosten der landwirtschaftlichen Lokalität erreicht werden. Die dafür erforderlichen Widmungen für Bauland wären in Zeiten der Klimaveränderung, ein Missbrauch der Verantwortung für zukünftigen Generationen. Der Wunsch einer internationalen Schule ist bei dem Lehrermangel auch nur mit Zuzug umsetzbar. Wenn diese Entwicklung auch in den Tourismusregionen, wo ausländische Investoren ihr Geld für meist lehrstehende Zweitwohnsitze und vermietbare, große Lodge anlegen können, auch kein Einhalt geboten wird, geht die Schönheit und Lebensqualität von Vorarlberg, schneller als erwartet, verloren. Ob diese Entwicklung mit Grünflächenverluste, steigenden Verkehrsaufkommen und Lärmbelästigungen, wo es nur um Profitsteigerungen und Geldanlagen der Firmen und Investoren geht, im Sinne der Vorarlberger Bürger ist, wäre längst zu hinterfragen. Es stellt sich auch die Frage der Verhältnismäßigkeit der hochgelobten, zusätzlichen Steuereinnahmen für die Kommunen, die Großteils für die Förderungen, Erweiterung der Infrastrukturen und zusätzlichen Energiebedarf ausgegeben werden müssen. Dass die Grünen, die sich generell als das Gewissen der Natur und dem Umweltschutz verkaufen, für diese Entwicklung ihre Ideale über Bord werfen, scheint dem politischen Machterhalt geschuldet zu sein.
Alfred Fuchs,
Dornbirn