Die Dummheit kehrt zurück
Zu Beginn der Neuzeit konnte ein windiger Prediger einen, mittels des Pamphlets Hexenhammer aufgehetzten Mob leicht dazu missbrauchen unschuldige, andersdenkende Menschen auf dem Scheiterhaufen grausam lebendig zu verbrennen. Die Obrigkeit spielte oft nicht ungern mit, da so missliebige und zu neugierige Zeitgenossen aus dem Weg geräumt und ihr Vermögen eingesackt werden konnte. Eine ab Maria Theresia zunehmend vernünftige allgemeine Mindestbildung für alle konnte zwar nicht verhindern, dass auch „gebildete“ Menschen immer wieder mal Rattenfängern wie Hitler, Lenin, Mao & Co auf den Leim gingen. Aber die allgemeine Dummheit wurde tendenziell weniger, immer mehr Leute waren in der Lage dummes Geschwätz als solches auch zu erkennen. Heute verbreitet eine verhaltensoriginelle deutsche Kanzlerkandidatin ausgeprägten Unsinn über das „speicherfähige“ Stromnetz und verkauft die gleichzeitige Abschaltung von Atom- und Kohlekraftwerken als Umweltwohltat. Fast 20 % der Deutschen wählen sie. In Österreich kann ein zugegeben noch verhaltensoriginellerer Obmann einer eher bildungsfernen Partei u.a. mit schlicht saudummen Covid-Medikationsvorschlägen auch um die 20 % Wähler um sich scharen. Rund 30 % der Bevölkerung vertrauen zudem höchstens scheinbar kompetenten Internetschwaflern in Sachen Covid mehr als ihrem Hausarzt. Offensichtlich produziert unser politisch korrektes, weich gewaschenes, gegendertes, kultursensibles und unangenehme Fakten verschweigendes Bildungssystem wieder mehr Dummheit. Wollen wir das wirklich?
Dr. Klaus König, Lauterach