Türkis-grünes Impf­regime

Leserbriefe / 09.11.2021 • 17:49 Uhr
Türkis-grünes Impf­regime

In der ab 8. November geltenden 2G-Regelung gelten Menschen, deren Infektion mehr als ein halbes Jahr zurückliegt, nicht mehr als genesen, auch dann nicht, wenn sie ein ärztliches Attest über neutralisierende Antikörper vorweisen können. Das türkis-grüne Impfregime behandelt den Großteil der Genesenen also wie Ungeimpfte. Diese Entscheidung ist reinste Willkür und entbehrt jeder Grundlage. Korrekterweise müsste man das 1,5G nennen. Die Bundesregierung lässt sich bei ihren Entscheidungen nur noch von der Impfquote leiten. Fakten spielen leider nur noch eine keine Rolle. Dabei könnte man diese Frage auf einfache Weise faktenorientiert entscheiden. Man müsste lediglich die Zahl der Impfdurchbrüche mit der Zahl der Zweitinfektionen von Genesenen vergleichen. Laut VN vom 6. November sind österreichweit 25 Prozent aller Coronapatienten auf den Intensivstationen „vollimmunisiert“, auf den Normalstationen gar 46 Prozent! Trotz Impfung haben sie also einen schweren oder sehr schweren Verlauf! Zum Vergleich: Wie viele zweitinfizierte Genesene liegen österreichweit auf Intensiv- und Normalstationen? Diese Zahl dringt nicht an die Öffentlichkeit. Sie ist ein vom Impfregime gut gehütetes Geheimnis. Weshalb eigentlich? Gibt es etwa gar keine Zweitinfektionen von Genesenen? Oder würde die Veröffentlichung der Zahlen beweisen, dass eine durchgemachte Infektion, egal wie weit sie zurückliegt, eine stabilere Immunität bewirkt als diese fragwürdige Impfung?

Wilfried Hämmerle,

Lustenau