Achtal-Radweg – ein Jahrhundertprojekt mit Qualität

Dass der Kostenaufwand für die Instandsetzung der – wie in zahlreichen Leserbriefen argumentiert – so viele Jahre verschlampten (oder total vernachlässigten) Bauwerke – nicht unerheblich sein wird, eine detaillierte Aufstellung blieben die Verantwortlichen bisher schuldig – war bekannt! Nicht jedoch die Intoleranz, mit welcher der zuständige Mobilitätsandesrat Rauch diesem so bedeutungsvollen Projekt und Region offensichtlich gegenübersteht! Wie weit wären damals vor über 100 Jahren die Wälderbahn-Pioniere mit einem solchen, alles andere als nachhaltigen Denken gekommen? Dabei stehen die Voraussetzungen/Förderungen von Bund, Land, EU usw. für diesen wohl geologisch schwierigen Teilabschnitt noch nie so günstig wie heute! Alle Förderungsgeber haben nämlich erkannt, dass ein Ausbau des Radwegenetzes den ohnehin stark im Steigen begriffenen Freizeit- u. Berufsradverkehr enorm steigern kann, womit gleichzeitig auch der Zielsetzung Klimaschutz als kontra zum Kfz-Verkehr besonders wirksam und nachhaltig begegnet werden kann! Beim Straßenbau hat die Überwindung von geologisch schwierigen Bauprojekten bislang kaum eine große Rolle gespielt, sehr zum Vorteil bei der Erschließung abgelegener Orte bzw. Bergdörfer, welche daraus wie wir alle Nutzen ziehen konnten! So wie es auch bei einer baldigen Realisierung der Bregenzerwald-Radweg-Lückenschließung durch das Achtal der Fall wäre! Dass auch der Tourismusverband Bregenzerwald diese einmalige Chance immer noch nicht erkannt hat, ist ein Armutszeichen für den Weitblick dieser Verantwortlichen!
Helmut Leite, Alt-Bgm. Schwarzach