Unfassbar

Leserbriefe / 05.11.2021 • 17:37 Uhr

Szene 1: Spätabends auf der Terrasse des benachbarte 4-Sterne-Hotels im Montafon trinkt ein Mann genüsslich ein Bier aus der Dose. Danach, man glaubt es nicht, schmeißt er die leere Dose einfach runter auf den Parkplatz der Liegenschaft nebenan. Der Nachbar erwischt ihn. Er meldet es später dem Hotelbesitzer. Der verspricht, für Klarheit zu sorgen. Tut es auch – und der Gast reist unmittelbar danach ab. Uneinsichtig, gekränkt, beleidigt. Was hat hier versagt? Die Erziehung, der Umgang mit anderen Menschen? Oder ist der Verursacher der Sorglosigkeit, der Wohlstand!?

Szene 2: Einige ebenfalls in jenem Hotel untergebrachten Jugendliche „saufen Bier“. Die Flaschen aus glasähnlichem Kunststoff werfen sie danach auf das Dach des Nebenhauses. Wie durch ein Wunder entsteht am Dach kein Schaden. Wo sind wir? Wer sind wir? Ist das zu fassen? Wie kann man helfen, das richtige Bewusstsein zur Vermeidung derartiger Entgleisungen zu schaffen? Geht das nur mit Klagen und drakonischen Strafen? Brauchen wir heute schon an jeder Ecke Kameras, um Beweis zu führen?

Glücklicherweise geben andere Mitbürger Anlass zur Freude und Zuversicht. Heldenhaftes, mutiges Verhalten in brenzlichen Situationen. Wie könnte es gelingen, den Anteil jener zu steigern, den anderen zu senken? Was können wir tun? Ihre Meinung!?

Hans Nothnagl, St. Gallenkirch