Aus den Augen, aus dem Sinn!

vom 21. Oktober 2021
Zur Berichterstattung über den Schlachthof Dornbirn, u. a. am 21. 10. mit „Große Lücke in der Schlachthoflandschaft“:
Vorarlberg hat den großen Vorteil, dass noch ein beachtlicher Teil der kleinen Strukturen im Metzgereibereich vorhanden sind. Diese jungen Betriebe sind leicht in der Lage, alle Tiere, die zur Schlachtung in Vorarlberg kommen, zu bewältigen, allerdings nicht zu Dumpingpreisen auf Kosten der Tiere. Es soll jeder für sich die Frage beantworten, welche Art der Schlachtung für das Tier, den Menschen, die Umwelt die bessere Art in Zukunft darstellt. Kleinbetriebliche oder zentralbetriebliche Schlachtung: Wie lange lassen wir uns noch von Hochglanzwerbung und unzähligen Gütesiegeln blenden, anstatt unsere so wichtige Nahrung in unseren eigenen Verantwortungbereich zu übernehmen – so lange wir die Chance noch haben. Das sind für mich die Vorteile eines Kleinbetriebes: Tierwohl im Bezug auf Haustiere bedeutet, je kleiner, desto besser! Der Transport zum Schlachtraum erfolgt zu 98 Prozent vom Bauern persönlich! Der Metzger sieht nicht nur die Ware Fleisch, sondern das dazugehörende Tier.
Das Fleisch ist zu 100 Prozent regional – Umweltschutz: Unsere Familien werden in Zukunft weniger Fleisch, dafür von regionaler Qualität essen. Es wird kein öffentliches Geld verbraten, um eine Schlachtfabrik zu finanzieren. Jeder von uns hat in Bezug auf Tiere und Menschen das richtige Gefühl – wir müssen es nur zulassen! Im Vertrauen darauf in einer Zeit der Veränderung.
Alois Feurstein, Wälder Metzge, Bezau