Sind wir noch zu retten?
Pro Minute geht eine Waldfläche von etwa 27 Fußballfeldern verloren. Auf dem Klimagipfel im schottisches Glasgow wollen sich mehr als 100 Staaten dazu verpflichten, die Zerstörung von Regenwäldern bis 2030 zu beenden. Die beteiligten Staaten beherbergen mehr als 85 Prozent der weltweiten Waldfläche. Sind wir noch zu retten? Wir geben grünes Licht für ein weiteres Jahrzehnt der Entwaldung, Zerstörung des Lebensraumes und der systematischen Tötung der indigenen Bewohner des Regenwaldes. Und dies ist wirklich ein „beispielloser Deal“! Die Zerstörung des Regenwaldes muss sofort gestoppt werden, nicht erst 2030, sind wir noch zu retten? In Vorarlberg gibt es 37 Klimabündnisgemeinden, sie alle haben ein Manifest unterzeichnet, die Interessen der indigenen Völker an der Erhaltung ihres Lebensraumes zu unterstützen. Durch die Verteidigung der Wälder und Flüsse tragen sie dazu bei, dass unsere Erdatmosphäre für die zukünftigen Generationen als grundlegende Bedingung für ein menschliches Leben erhalten bleibt. Ich rufe dazu auf, alle Produkte, die mit der Zerstörung des Regenwaldes in Verbindung stehen, nicht zu kaufen und diese Wahrnehmung bekannt zu machen.
Georg Künz,
Obmann des Vereins Klimabündnis Vorarlberg, Nüziders