Parallelslalom in der Lüneburger Heide?
Langjährige Arlberg-Kenner kann es eigentlich nicht überraschen! Unter norddeutschen Skifans kursieren angesichts der nicht unerwarteten Schneenot am Flexenpass Gerüchte, die Skihalle Bispingen („Snow Dome“) in der Lüneburger Heide habe sich angesichts der (erneut!) dramatischen Schneesituation am Flexenpass um die Austragung des nächsten FIS Parallel-Slaloms beworben. Verglichen mit der Flexen-Arena glaubt man, in mancherlei Hinsicht konkurrieren zu können.
Der gleichförmige Parallelslalom-Hang der Halle, Schneesicherheit durch den Liefervertrag mit einem internationalen Kältetechnik-Spezialisten und für das morgendliche Aufwärmtraining der Athleten der nahe gelegene Truppenübungsplatz Munster bieten bei geringem Aufwand optimale Voraussetzungen. Die Anreise der Sportler und Offiziellen ist durch die benachbarte lawinensichere Autobahn A7 gesichert. Für eine Unterbringung der Beteiligten und zugleich zur Sicherung eines Corona-spezifischen Hygiene-Konzepts bieten 15 benachbarte Hotel-Blockhütten für jeweils sechs Personen aus zwei Familien angenehme Unterkünfte. Das Fehlen von Zuschauertribünen erscheint angesichts einer leistungsfähigen Hallengastronomie bedeutungslos. Um zugleich eine atmosphärische Nähe zum diesjährigen Austragungsort zu schaffen, wird erwogen, die in Lech/Zürs beheimateten Schottischen Hochland-Rinder am Zielhang durch eine heimische Schafherde aus der benachbarten Lüneburger Heide zu ersetzen. Schon jetzt wird vorsorglich mit dem Betreiber der Hallengastronomie über eine Verwertung des Schaf-Bestandes nach Abschluss der Wettbewerbe verhandelt. Noch Fragen? Ski heil!