747 m2 täglich: Gemeinden widmen weiter kräftig Bauflächen

Leserbriefe / 26.10.2021 • 17:14 Uhr

Zum VN-Bericht vom 25. Oktober:

Aus großer Entfernung muten solche Themen fast amüsant an. Wer noch nie am Karren in Dornbirn war und aufs Rheintal runterschauen konnte, der muss das sofort nachholen. Für noch verbleibende Grünflächen braucht man sehr bald ein Vergrößerungsglas! Dabei spricht jeder gut versierte Politiker ständig über „verdichtetes Wohnen“! Um politisch zu überleben, muss man darüber reden! Darf man auch was dazu tun? Natürlich darf man. Aber nicht in Vorarlberg! Das erinnert mich an eine Konversation mit unserem früheren Landeshauptmann Sausgruber. Ich: „Wenn ich Landeshauptmann wäre, dürfte man kein Haus mehr bauen mit weniger als drei Stockwerken!“ Er: „Das können sie schon bestimmen, nur: dann sind sie nicht lange Landeshauptmann!“ Solche Vorschläge liegen einem Bürger, der in Hong Kong wohnt, natürlich ganz vorne auf der Zunge. Denn hier redet man nicht nur über verdichtetes Wohnen, man praktiziert das auch! Ich wohne im 47. Stock eines 52-stöckigen Hochhauses. Natürlich wäre das ein bisschen zu viel, solch Hochhaus in Vorarlberg zu bauen. Aber vielleicht könnte man sich auf einen Mittelweg, zumindest auf die drei Stockwerke einigen? Denn irgendwann kommt die Zersiedelung ohnehin zu einem ganz natürlichen Ende. Vielleicht könnte man aber in Vorarlberg dazu übergehen, nicht nur darüber zu reden und schreiben, sondern auch was zu tun! Der Optimismus stirbt zuletzt!

Roland Güttler, Peninsula Tower, Hongkong