Postmonopol
Zum Bericht „Postfüchse erneut in
Kritik“, VN vom 15. 10.2021:
Die Berichterstattung über mangelnde Qualität der Postzustellung in Dornbirn beschreibt nur die Spitze des Eisberges. Vielmehr gibt es (fast) dauernd und flächendeckend Probleme, die zum Teil auch mit dem ständigen Personalwechsel und mangelndem Interesse an Qualität zu tun haben. Viele Kunden (obwohl man sich nicht mehr als solcher fühlt) machen dies gar nicht publik, sondern schlucken das hinunter. Es ist an der Tagesordnung, dass Briefe (auch eingeschriebene), Bescheide etc. falsch oder gar nicht zugestellt werden. Gerade bei den nicht zugestellten stellt sich schon die Frage, ob und wie da das gesetzliche Briefgeheimnis noch gewahrt ist. Wer sich beschwert, wird abgewimmelt mit irgendwelchen Zuverlässigkeitsstatistiken oder Einzelfallausreden. Ganz raffiniert ist die Post mit Ihren ECO-Briefen. Nicht nur, dass oft gar nicht feststellbar ist, wann der Brief aufgegeben wurde, sondern diese darüber hinaus manchmal wochenlang unterwegs sind, aber den Großkunden ein Gefühl vermitteln sollen von günstigem Tarif und einer Zustellung innerhalb von sechs Werktagen.
Es gäbe noch genug Bespiele, aber das Interessante daran ist, dass die Post ja auch dafür bezahlt wird und sich nachweislich und keineswegs um Qualität bemüht. Es ist höchst an der Zeit, der Post das Monopol zu nehmen!
Max Riffler, Bartholomäberg