Ausbeutung des afrikanischen Kontinents

Leserbriefe / 29.09.2021 • 16:57 Uhr

Das sind die Hauptursachen von Fluchtbewegungen Richtung Europa. Früher waren es die Kolonialmächte und heute sind es vorrangig die Chinesen, welche den afrikanischen Kontinent ausbeuten. Für Europa bleibt Afrika eine riesige Herausforderung. Mit dem Strom der Flüchtlinge im Sommer 2015 veränderte Europa sein Gesicht: Grenzen wurden wieder hochgezogen.

Man setzt auf Abschreckung statt Menschlichkeit, oft im Widerspruch zu den eigenen Werten. Doch wenn man die Migration nachhaltig eindämmen will, muss man die Lebensverhältnisse der Menschen vor Ort verbessern. Die Menschen müssen in ihrer Heimat die Aussicht auf menschenwürdiges Leben finden. Über allem steht die Schaffung von Arbeitsplätzen für die jüngere Bevölkerung. Etwa 85 % der 1,3 Milliarden Menschen in Afrika (Prognose der UN ist bis 2050 mehr als eine Verdoppelung der Zahl der Menschen in Afrika) sind jünger als 20 Jahre. Viele dieser Jugendlichen sehen in ihren Heimatländern keine Zukunft. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 60 %. Um die Fluchtursachen in Afrika zu bekämpfen, müssen wir Europäer mithelfen, dass die perspektivlose afrikanische Jugend in ihrer Heimat in Brot und Arbeit kommt. Afrika braucht Hilfe zur Entwicklung, die nachhaltig ist und auf Eigeninitiative sowie gute Regierungsführung der afrikanischen Staaten setzt. Die beste Entwicklungshilfe ist dabei der faire Handel zwischen den Nationen.

Arnold Ammann, Bludesch