Von Wölfen und
Schafen

Leserbriefe / 13.09.2021 • 18:22 Uhr

Dass wir uns im Krieg mit der Natur befinden, ist klar. Gegen Kälbertransporte und für Wölfe sein, gehe gar nicht, da ein Widerspruch, wie Herr Gasser in seinem Leserbrief vom 11. 8. zu verstehen geben will. Lt. einer Studie beanspruchen lediglich 4 Prozent (eher weniger) unserer Wildtiere einen Teil, allerdings fast 70 Prozent werden von Nutztieren und der Rest von uns Menschen beansprucht. Der „dramatische“ Bericht in der VN vom 11. 8. beansprucht fast eine Seite, um über Wölfe zu berichten, die grausam Schafe zerfetzen. Den zart besaiteten Gemütern, die sich derartigen „Grausamkeiten“ nicht mehr gewachsen sehen, empfehle ich, einmal der Verladung von Kälbern und Schafen in einem der Häfen von Lkws auf Schiffe z. B. in den Nahen Osten in ein ungewisses Schicksal verfrachtet, beizuwohnen. Könnten diese erschöpften und misshandelten Tiere entscheiden, würden sie wohl den Tod auf den heimischen Weiden bevorzugen. Denn getötet werden sie alle, nur der Mensch behält sich das Recht vor, wie, wann und wie lange das Sterben dauert.

Wildtiere haben mittlerweile den Status von „potenziellen Schädlingen“ in unserer auf maximalen Ertrag ausgerichteten Welt, daher erfordert es jegliches Engagement, um ihnen den angestammten Platz zu bewahren, auf den sie genauso ein Recht haben wie wir.

Martina Bornmann,

Fußach