Mehr auf indigene Völker hören

Leserbriefe / 05.09.2021 • 18:19 Uhr

Im Blick auf de Klimaschutz muss sich unsere Entwicklungspolitik wesentlich ändern. Es braucht dazu einen „ganzheitlichen Blick, eine Kosmovision.“ Wer kann uns den am besten vermitteln? Die indigenen Völker. Warum? Weil sie in ihrem Leben in jahrhundertealter Praxis mit der Umwelt „mitfühlend, fürsorglich und vorausschauend“ umzugehen gewohnt sind. So sagte vor kurzem Anja Appel, die Geschäftsführerin der Koordinierungsstelle für internationale Entwicklung und Mission der Österreichischen Bischofskonferenz. Schockiert zeigte sich Appel über die zunehmende Gewalt sowohl gegen Indigene als auch gegen Menschen, die sich in Lateinamerika für Menschenrechte oder den Schutz des Regenwaldes einsetzen. Der politische Druck auf die Regierung Bolsonaro in Brasilien müsse weltweit dringend erhöht werden. Zu einer Änderung in der Politik könne im Übrigen auch das individuelle Konsumverhalten beitragen, so Appel: ein Verzicht zum Beispiel auf Produkte wie Soja oder Palmöl trage dazu bei, Abholzungen und Waldverlust in Lateinamerika zu verringern.

Pfr. Helmut Rohner,

Dornbirn