Klimawandel

Leserbriefe / 17.08.2021 • 19:15 Uhr

Der Klimawandel ist in aller Munde. Hitzeperioden, Überschwemmungen, Gletscherschmelze usw. werden als Beweise genannt. Fakt ist, dass die Erde schon viele Wärme- und Kälteperioden erlebt hat, auch gewaltige Überschwemmungen, z. B. das Magdalenenhochwasser 1342. Da war alles Bisherige ein Pipifax. Meines Erachtens wäre der Begriff „Klimaschwankung“ treffender. Diese sind meist länger als ein Menschenleben, z. B. die „Kleine Eiszeit“ in Europa von ca. 1400-1850. Mit den genannten Begründungen will man eine ökologische Steuerreform durchführen. Angefangen hat es ja schon ganz prächtig mit der kräftigen Nova für betriebliche Klein-Lkws. Im Mittelpunkt soll die CO2-Bepreisung stehen, behauptet wird eine Aufkommensneutralität. Schönreden ist leicht – wir wollen aber kein Fliegenpilzmodell – außen schön – innen giftig. Auch von Seiten der Union droht diesbezüglich weiteres Ungemach, initiiert von deren blauäugigen Präsidentin. Es steht eher zu befürchten, dass dadurch noch mehr Industrie abwandert, die uns dann fehlt. Man kastriert sich sozusagen selber, obwohl Europa nur für einen geringen Teil des CO2-Ausstoßes verantwortlich ist und anderswo munter Kohlekraftwerke gebaut werden, z. B. in China, bzw. man sich keinen Deut um diesen CO2-Ausstoß schert. Der Herr Bolsonaro brennt den Amazonasurwald nieder, der jetzt mehr CO2 ausstößt als er absorbiert. Schuld daran ist auch das Konsumverhalten der Europäer. Umweltschutz ist wichtig, aber bitte nicht mit dem Vorschlaghammer.

Dr. Rudolf Rudari, Bürs