„Gas sollte im Neubau kein Thema sein!?“

Leserbriefe / 13.08.2021 • 17:16 Uhr

Zum VN-Interview mit Frau Schalegg, Alpenländische und Herrn Ploß, Energieinstitut:

Ich darf hiermit die derzeitige Realität aufzeigen: Beim Investorenprojekt Haldengasse in Dornbirn war die Devise: von Erdwärme zurück zum Gas. Die Stadtplanung Dornbirn hat für die Bebauung des Grundstücks in Dornbirn-Hatlerdorf einen Architekturwettbewerb vorgeschlagen. Die Vorgaben waren ein hochwertiges Gesamtkonzept, dafür durfte die übliche Geschosshöhe überschritten werden. Das Siegerprojekt von Marte.Marte sah fünf Baukörper mit 42 Wohnungen, 45 Tiefgaragenplätzen und Erdwärmeheizung vor. Die Firma Alpla, Hard wurde als Investor gefunden und die Projektgesellschaft HG 18-20 GmbH gegründet. Es folgte eine Umplanung des jurierten Projekts: aus 42 wurden 53 Wohnungen, Tiefgaragenplätze wurden nicht angepasst und aus Erdwärme wurde Gas! Wir Anrainer suchten Gespräche mit der Stadt, um auf die Umplanung auf Gas und das entstehende Parkproblem aufmerksam zu machen. Keine Chance – alles rechtens meinte die Bürgermeisterin. Mag sein, dass die Paragraphen Alpla hier Recht geben. Fazit bleibt aber: Ein Investor legt sein Geld an und plant ein juriertes Projekt kostenoptimierend um – auf Kosten der Umwelt und der Anrainer. Wir vermissten zudem den Versuch von Frau Kaufmann, mit Alpla dahingehend ins Gespräch zu kommen. Es scheint mir noch ein langer Weg, bis Gas kein Thema mehr bei Neubauten sein wird.

Dietmar Canal, Dornbirn