Doppelt gibt,
wer schnell gibt
So lautet eine alte Volksweisheit, die auch unsere Politiker beherzigen sollten. Die von Abgasen und Lärm geplagten Anrainer der Reichsstraße in Lustenau hätten es verdient. Nach Jahrzehnten der Planung können sie nicht noch einmal viele Jahre warten. Dabei ist die lange Dauer bis zur Eröffnung nicht der einzige Nachteil der CP-Variante, auch Bodenverbrauch und Kosten sind zu hoch. Warum bohrt man nicht einen Tunnel durch den Kummenberg? Das wäre die kürzeste, am schnellsten verwirklichbare und umweltschonendste Verbindung der beiden Autobahnen! Dem überregionalen Warentransport könnte diese Route sogar vorgeschrieben werden. Schon das würde neben Lustenau auch andere Gemeinden stark entlasten; etwa Feldkirch, wo vielleicht dann der Tisner Ast der Tunnelspinne wegfallen könnte. Für alle Fahrten vom Unterland Richtung Sargans bzw. vom Oberland Richtung St. Gallen wäre der Kummenbergtunnel sowieso der Weg der Wahl. Gleichzeitig sollte eine „normale“ Ostumfahrung von Lustenau mit angemessener Geschwindigkeitsbeschränkung gebaut werden. Mit höchstens gleichen Gesamtkosten, aber ohne Anziehung zusätzlichen Verkehrs könnten Klima, Mensch und Natur mehr geschont werden.
Wolfram Walch, Feldkirch